Klassenunterschied sichtbar
Mittwoch, den 27. Januar 2010 um 16:29 Uhr
Geschrieben von: Udo Künster
Freistett (uk). Auf dem neu verlegten Kunstrasen im Freistetter Maiwaldstadion unterlag Fußball Zweitligist SC Sand im ersten Vorbereitungsspiel auf die Rückrunde dem südbadischen Konkurrenten und Erstligisten SC Freiburg klar mit 1:6 (0:4). Vor allem in der ersten Halbzeit war der in der Winterpause verstärkte SCF-Kader spielerisch überlegen und ließ durch geschicktes Pressing keine Sander Torchance zu. Der Klassenunterschied war zu sehen.
SCS-Trainer Oliver Dewes konnte in Freistett nur zwölf Spielerinnen testen. So war das Fehlen von Innenverteidigerin Désirée Schneider und der französischen Defensivspielerin Noemie Freckhaus im Sander Spiel zu merken. Die Dewes-Elf von hinten heraus viel zu passiv und ließ sich von den Breisgauerinnen das Spiel aufzwängen. Im Kader von SCF-Trainer Edgar Beck standen zwei Neuzugänge sowie eine Spielerin, die als weitere Verstärkung gehandelt wird. Die kanadische Nationalspielerin Kelly Parker führte im Mittelfeld klug Regie und die US-Amerikanerin Mele French zeigte im Sturm gute Ansätze. Beck setzte im Mittelfeld Francoise Bella ein. Die Spielführerin der Nationalmannschaft von Kamerun kam erst am Dienstag in Freiburg an und musste sich als erstes mit eisigen Temperaturen knapp unter Null Grad und durch den kalten Wind gefühlten zehn Grad Minus auseinandersetzen. Trotz der widrigen Umstände kam ein ansehnliches Spiel zustande, in dem Freiburg nach 18 Minuten durch die ehemalige Sander Spielerin Kerstin Boschert in Führung ging. Kurz zuvor hatte Sand den einzig sehenswerten Angriff über die rechte Seite, der nach einem Doppelpass zwischen Havva Kutal und Christine Veth von der Abwehr unterbunden wurde. Vier Minuten nach der Führung traf Juliane Maier mit einem Distanzschuss aus 20 Meter zum 2:0 (22.). Noch vor der Pause erhöhten die Schweizer Nationalspielerin Martina Moser (41.) und wiederum Juliane Maier (43.) nach Vorlage von Moser auf 4:0. Freiburg kam zu Beginn der zweiten Halbzeit mit einem total veränderten Kader aus der Kabine. Edgar Beck wechselte sechs neue Spielerinnen ein. Dies beendete die drückende Überlegenheit des Erstligisten. Einen ersten Warnschuss setzte Havva Kutal auf die Querlatte (50.) und Christine Veth scheiterte nach einem Alleingang an Torfrau Laura Benkarth. Nach einer Stunde wurde Sand für seine Bemühungen belohnt. Ina Karcher schickte auf der rechten Seite mit einem langen Pass die eingewechselte Regina Huber auf den Weg und deren Hereingabe konnte die mitgelaufene Christine Veth sicher verwerten. Nach einem Foul von Angela Migliazza an Bella gab es zwei Minuten später einen Elfmeter für Freiburg, den Susanne Hartel an den Pfosten setzte, doch der Nachschuss von Tatjana Hummel im Sander Tor landete. Beide Mannschaften erarbeiteten sich noch zwei gute Chancen, bevor nach einem Foul an French die zweite Schweizer Nationalspieler Danique Stein den verhängten Elfmeter sicher zum 1:6-Endstand (88.) verwandelte.