Willstätt-Sand (uk). Nur ein plötzlicher Wintereinbruch kann die Begegnung der zweiten Fußball Bundesliga zwischen den Frauen des SC Sand und Aufsteiger TuS Wörrstadt am Sonntag um 14 Uhr im Sander Kühnmattstadion gefährden. „So wie es aussieht, findet das Spiel statt“, sagte Betreuer Peter Engel am Mittwoch.
Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Mannschaft bei einem kurzfristig angesetzten Vorbereitungsspiel in Steinbach gegen den SC Freiburg. Der Erstligist gewann die Begegnung mit 4:0 (2:0), erzielte aber nach zwei Eckbällen und einem Freistoß drei Tore aus Standardsituationen. Gegen den Tabellenletzten Wörrstadt will sich der SC Sand für die schmerzhafte 2:4-Niederlage aus der Hinrunde revanchieren. Der einzige Sieg des Neulings aus Rheinhessen, 1974 erster offizieller deutscher Fußballmeister bei den Frauen. „Da haben wir definitiv was gut zu machen“, sagte Torjägerin Christine Veth, mit 15 Saisontreffern gemeinsam mit der Kölnerin Bilgin Defterli an der Spitze der Torschützenliste. Eine richtige Erklärung, warum die Mannschaft gegen Spitzenmannschaften immer gut abschneidet und sich gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte schwer tut, hat auch Veth nicht: „Vielleicht ist es schwieriger, sich gegen schwächere Mannschaften zu motivieren als gegen die Spitzenteams. Da gibt jede Spielerin 20 Prozent mehr.“ Doch das Hinspiel sollte Motivation genug sein, den Gegner am Sonntag nicht zu unterschätzen. Trotz fehlender Spielpraxis in der Vorbereitung sieht Veth die Mannschaft für die kommenden Aufgaben gewappnet: „Wir haben gut trainiert, sind körperlich gut drauf und müssen jetzt nur zu unserem Spiel finden.“ Schließlich wäre ein Sieg eine gute Grundlage für ihr persönliches Ziel. „Wir sind jetzt auf Platz sechs und ich denke, dass in der Mannschaft genug Potential steckt, noch einen Platz höher zu klettern“, so Veth. Mithelfen soll Claudia Spörl, die in der Winterpause vom Ligakonkurrenten VfL Sindelfingen in die Ortenau wechselte, aber nach langer Verletzungspause noch Spielpraxis sammeln muss.