2. Bundesliga Süd Frauen: SC Sand II – TSV Crailsheim 1:1 (0:0)

2. Bundesliga Süd Frauen: SC Sand II – TSV Crailsheim 1:1 (0:0)

Torsten Walther23.04.2017

Sander Reserve verschenkt zwei Punkte

Sander Reserve verschenkt zwei Punkte

Willstätt-Sand (uk). Die Zweitligareserve hat die Chance, Relegationsplatz zehn mit einem Sieg zu verlassen, leichtfertig vertan. Durch das 1:1 im Heimspiel gegen Schlusslicht TSV Crailsheim schrumpfte der Vorsprung zum Neunten Niederkirchen zwar auf einen Punkt, aber am Samstag muss Sand beim Tabellenführer Hoffenheim antreten. Sand dominierte die ersten 30 Minuten und hatte kurz nach Spielbeginn durch einen Kopfball von Madeleine Kurek die erste gute Chance. Später ging ein Schuss von Jennifer Schlee aus 25 Meter nur knapp über das Tor und die Crailsheimer konnten sich nur selten aus der eigenen Hälfte befreien. Ab der 30. Minute gab es beim SC allerdings einen Bruch im Spiel und die Gäste kamen immer besser auf. SC-Torfrau Kristina Kober war allerdings bei einem Schuss von Bianca Uhl zur Stelle und ließ nichts anbrennen (32.). Danach scheitere Schlee an Torfrau Stefanie Kübler und traf nach einem Freistoß von Saskia Meier das Tor nicht. Fünf Minuten vor der Halbzeitpause verfehlte Claudia Nusselt das Sander Tor nur knapp, nachdem Kristina Kober zu hastig den Winkel verkürzen wollte. Das torlose Unentschieden zur Halbzeit war zu wenig und Sand kam mit neuem Elan aus der Pause. Nach einem Fehlpass der Gäste hatte Natalie Hezel die Sander Führung freistehend auf dem Fuß, entschied sich allerdings für einen Heber anstatt für einen Direktschuss. Fünf Minuten später erzielte Sands beste Angreiferin dann doch den Führungstreffer. Nach einem Konter über die rechte Seite schlug Hezel den Ball von der Torauslinie in den Strafraum, der abgefälschte Ball kam zurück und sie verwandelte zum 1:0 (53.). Dann wird Christine Veth frei auf das Tor zulaufend vor dem Strafraum umgelegt, doch statt einer roten Karte gibt es nur gelb. Nach einem Eckball und einer Flanke stocherte Lisa Wich den Ball überraschend zum 1:1 ins Sander Tor (79.). „Wir hatten noch freie Chancen durch Christine Veth und Madeleine Kurek, die müssen ins Tor. Dann wurde uns noch ein klarer Elfmeter verweigert“, sagte Sands Trainerin Fabienne Breisacher, die ihre Mannschaft aber für das engagierte Spiel lobte: „Leider haben sie ihre Leistung nicht mit einem zweiten Treffer belohnt.

SC Sand: Kober; Karcher, Freckhaus, Angel (73. Rotzinger), Campos, Migliazza, Kurek, Schlee, Meier, Veth, Hezel

TSV Crailsheim: Kübler; Hasenfuß, Steck, Klenk, Scheidel, Herrmann (33. Zeidler), Bohn, Baki (73. Pollak), Nusselt, Uhl, Wich

Zuschauer: 110

Schiedsrichterin: Franziska Erkes (Korschenbroich)

Tore: 1:0 Hezel (53.), 1:1 Wich (79.)

Natalie Hezel, Torschützen zum 1:0, kämpfte viel und war Sands beste Angreiferin.

Bilder: Udo Künster

Allianz Frauen-Bundesliga: SC Sand – SGS Essen 0:1 (0:1)

Allianz Frauen-Bundesliga: SC Sand – SGS Essen 0:1 (0:1)

Torsten Walther23.04.2017

Sander Anrennen wird nicht belohnt

Sander Anrennen wird nicht belohnt

Der Ortenauer Fußball Erstligist SC Sand kassierte im Heimspiel gegen Tabellennachbarn SGS Essen eine unglückliche 0:1-Niederlage. Den Siegtreffer im Sander Orsay-Stadion erzielte Kirsten Nesse in der 13. Minute.

Willstätt-Sand (uk). Die 620 Zuschauer im Orsay-Stadion sahen zwei unterschiedliche Halbzeiten. Vor allem von Gastgeber SC Sand, der in den ersten 45 Minuten nur wenig zustande bekam. Die technisch sehr versierten Gäste aus dem Ruhrgebiet nutzten die zahlreichen Sander Abspielfehler, um selbst erfolgreiche Angriffe zu laufen. Während Essen passsicher agierte, zog sich Sand immer mehr in die eigene Hälfte zurück. Nach einem langen Ball aus dem Mittelfeld mitten in den Sander Strafraum stand Kirstin Nesse  frei und überwand SC-Torfrau Carina Schlüter zum 1:0. Essens Siegtorschützin musste nach 30 Minuten wegen einer Fußverletzung vom Platz. Sechs Minuten später verhinderte Anne van Bonn am Pfosten stehend nach einem Schuss von Lea Schüller im Anschluss eines Eckballs den zweiten Gegentreffer. Sands beste Chance hatte Leticia Santos nach einer Flanke, als SGS-Torfrau Lisa Weiß den Ball nicht unter Kontrolle bekam. Doch der Schuss der Brasilianerin blieb noch an einem Abwehrbein hängen. SC-Trainer Richard Dura reagierte in der Halbzeitpause mit einem Doppelwechsel. Für Santos kam Laura Feiersinger und Isabelle Meyer wurde durch Laura Vetterlein ersetzt. Dafür rückte Anne van Bonn aus der Innenverteidigung ins Mittelfeld. „Die Wechsel waren aus taktischen Gründen. Hätte ich nach den Leistungen der ersten Halbzeit entscheiden müssen, dann wären noch mehr Wechsel nötig gewesen“, sagte Richard Dura. Sand stand nun aggressiver, doch Essen hatte die erste Chance. Nach Freistoß von Nationalspielerin Linda Dallmann klärte Diane Caldwell einen Kopfball von Charline Hartmann auf der Linie. Bis auf wenige Kontermöglichkeiten wurden die Gäste in der Folge immer mehr in der eignen Hälfte eingeschnürt. Nach Flanke von Feiersinger rettete Hartmann auf der Linie (60.), fünf Minuten später köpfte Anne van Bonn einen Eckball von Verena Aschauer knapp über das Tor. In der 78. Minute hatte Sand innerhalb eines Angriffs drei Torchancen. Erst klärte Weiß einen Kopfball von Anne van Bonn, hielt nach anschließender Flanke von Feiersinger einen Kopfball von Nina Burger und nach dem daraus resultierende Eckball einen Schuss von Jovana Damnjanovic. Sand lief die Zeit davon, kämpfte mit einigen Schiedsrichterentscheidungen, die eher zugunsten der Gäste ausfielen und öffnete zudem die Defensive. Carina Schlüter lenkte einen direkt geschossenen Freistoß von Linda Dallmann über die Latte und klärte nach einer Flanke souverän einen Schuss aus spitzem Winkel von Dallmann. „Die Mädels hatten in der ersten Halbzeit den Kopf nicht frei, haben sich aber ins Spiel zurückgekämpft und mindestens ein Punkt wäre verdient gewesen“, erklärte Richard Dura. Am Sonntag reist Sand zum Aufsteiger MSV Duisburg, der Punkte für den Klassenerhalt benötigt. Mit neun Punkten Rückstand kommt für Sand Platz sechs so langsam außer Reichweite, dafür sitzt dem Pokalfinalisten nun 1899 Hoffenheim im Nacken.

SC Sand: Schlüter; Savin (78. Chojnowski), Caldwell, van Bonn, Sandvej, Santos (46. Feiersinger), Meyer (46. Vetterlein), Igwe, Aschauer, Burger, Damnjanovic

SGS Essen: Weiß; Hochstein, Nesse (30. Gidion), Dallmann, Hartmann, Ando (90.+1 Martini), Klasen, Ostermeier (79. Brüggemann), Lehmann, Doorsoun-Khajeh, Schüller

Zuschauer: 620

Schiedsrichterin: Angelika Söder

Tor: 0:1 Nesse (13.)

Bilder : Ralph Braun

Allianz Frauen-Bundesliga: SC Sand stellt frühzeitig Weichen für neue Saison

Torsten Walther21.04.2017

Sascha Glass wird Trainer beim Ortenauer Erstligisten SC Sand

Willstätt-Sand (uk). Fußball Erstligist SC Sand stellt frühzeitig die Weichen für die Saison 2017/18. Sascha Glass, seit drei Jahren beim Zweitligatabellenführer VfL Wolfsburg II unter Vertrag, löst im Sommer Richard Dura ab und wird zur neuen Saison in die Ortenau wechseln. Der 44-Jährige erhält laut SC-Manager Gerald Jungmann einen Zweijahresvertrag und bringt von Wolfsburg seine Co- und Athletik-Trainerin Mirella Junker mit. Die 27-Jährige spielte in ihrer aktiven Zeit bis Sommer 2014 beim 1. FFC Frankfurt II. Glass war beim VfL seit 2014 im Jugendbereich und für das Scouting tätig. In der Saison 2012/13 übernahm Sascha Glass beim 1. FFC Frankfurt für die letzten fünf Saisonspiele den Posten des entlassenen Cheftrainers Philipp Dahm und war in der Saison darauf für die zweite Mannschaft verantwortlich. Er ist der Neffe von Bruno Labbadia.

Zur Person Sascha Glass

Geburtsdatum: 12. Oktober 1972

Trainerstationen:

  • 2016/17: VfL Wolfsburg II, 2. Bundesliga Nord
  • 2016/17; VfL Wolfsburg, weibliche B-Jugend
  • 2014 – 2016: VfL Wolfsburg, weibliche B-Jugend
  • 2013/14: 1. FFC Frankfurt II, 2. Bundesliga Süd
  • 2012/13: 1. FFC Frankfurt, 1. Bundesliga (Interimstrainer, 5 Spiele)

Allianz Frauen-Bundesliga: SC Sand – SGS Essen

Torsten Walther20.04.2017

Sander Pokalhelden wieder im Liga-Alltag zurück

Eine Woche nach der erneuten Qualifikation für das Endspiel im DFB-Pokal zieht bei den Frauen des SC Sand wieder der Liga-Alltag ein. Am Sonntag um 14 Uhr trifft der Ortenauer Fußball Erstligist im Orsay Stadion auf den Sechsten SGS Essen.

Willstätt-Sand (uk). Ab Mittwoch stand für die Sander Frauen wieder die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Essen im Vordergrund. Sechs Spiele sind bis zum Saisonende und dem Endspiel in Köln noch zu absolvieren und SC-Trainer Richard Dura möchte auf jeden Fall Platz sieben festigen: „Wir brauchen sicher noch den einen oder anderen Punkt zum endgültigen Klassenerhalt und zudem spielen einige Gegner unter uns um den Klassenerhalt.“ Die nächsten Auswärtsspiele in Duisburg, Hoffenheim und Jena gehören zu dieser Kategorien, die den Abstiegskampf mit beeinflussen können. Zudem will Sand auch eine Endplatzierung erreichen, die in der kommenden Saison die direkte Qualifikation für die zweite Runde des DFB-Pokals bedeutet. Doch diese Woche gilt die Konzentration der Begegnung gegen Essen. Der Tabellensechste ist mit sechs Punkten Vorsprung auf Sand fast schon enteilt. Bei einem Sieg wäre aber der Kontakt wieder hergestellt und es bestünde bei einem ähnlich schweren Restprogramm durchaus die Chance, das Team aus dem Ruhrgebiet noch zu überflügeln. Richard Dura wird trotz einiger kleinen Blessuren aus dem DFB-Pokalspiel derselbe Kader wie in Leverkusen zur Verfügung stehen. Zur Liste der Langzeitverletzten hat sich neben Dominika Skorvankova auch Sinah Amann gesellt, die sich im Spiel der zweiten Mannschaft am Montag einen Kreuzbandriss zuzog. Abstellungen zur Zweitligareserve müssen in der Schlussphase der Saison nun ebenfalls sehr sorgfältig bedacht werden, da ein Festspielen möglich ist. Beim Spiel gegen Essen wird der SC Sand eine Verlosung durchführen. Zu den Hauptpreisen gehören ein signierter Spielball des Pokalendspiels 2016, ein signiertes, aktuelles DFB-Pokal-Trikot und ein Trikot aus der aktuellen Bundesligasaison.

Sinah Amann fällt nach einem Kreuzbandriss für lange Zeit aus

Sinah Amann fällt nach einem Kreuzbandriss für lange Zeit aus

Nina Burger erzielte im Halbfinale des DFB-Pokals drei Tore

Nina Burger erzielte im Halbfinale des DFB-Pokals drei Tore

 

2. Bundesliga Süd Frauen: SC Sand II – TSV Crailsheim

Torsten Walther20.04.2017

Sander Reserve will weiter punkten

Willstätt-Sand (uk). Nach dem klaren 4:0-Heimsieg am Ostermontag gegen Niederkirchen kann die Zweitligareserve des SC Sand am Sonntag um 11 Uhr gegen Schlusslicht TSV Crailsheim im Sander Orsay Stadion weitere wichtige Punkte in Richtung Klassenerhalt holen. Die Franken haben sich in der Winterpause verstärkt und mit Patricia Hanebeck eine ehemalige Sander Spielerin nochmals reaktiviert. Nach dem ersten Saisonsieg vor 14 Tagen in Niederkirchen gab es am vergangenen Wochenende nur eine knappe 0:2-Heimniederlage gegen Aufstiegsanwärter 1. FC Köln. Mit nur zehn Saisontreffern ist Crailsheim die abschlussschwächste Mannschaft der Liga und Sands Trainerin Fabienne Breisacher hofft, dass sich dies am Sonntag nicht ändert: „Es ist immer schwer, gegen den TSV zu spielen. Wir müssen von Anfang an Tempo machen und dagegen halten.“ Der deutliche Sieg am Montag gegen Niederkirchen soll der Mannschaft auch Rückenwind und Selbstvertrauen geben, diese Hürde zu überstehen. Sollte Sand der Dreier gelingen und Tabellennachbar Niederkirchen sein Heimspiel gegen Tabellenführer Hoffenheim II verlieren, kann Sand erstmals seit dem achten Spieltag den Relegationsplatz zehn verlassen. Fehlen wird allerdings Sinah Amann, die sich gegen Niederkirchen in einem Zweikampf einen Kreuzbandriss zuzog. „Die schwere Verletzung trifft mich sehr. Sinah hat ihre Position in der Innenverteidigung gefunden und eine tragende Rolle gespielt. Wir wünschen ihr alles Gute“, sagte Fabienne Breisacher.

2. Bundesliga Süd Frauen: SC Sand II – 1. FFC Niederkirchen 4:0 (1:0)

2. Bundesliga Süd Frauen: SC Sand II – 1. FFC Niederkirchen 4:0 (1:0)

Torsten Walther17.04.2017

Sand rückt nach Sieg Niederkirchen auf die Pelle

Sand rückt nach Sieg Niederkirchen auf die Pelle

Die Reserve des SC Sand ist wieder mitten drin im Kampf um den Klassenerhalt in der zweiten Bundesliga Süd der Frauen. Bei schwierigen Witterungsbedingungen gelang der Mannschaft des Trainerduos Andreas Armbruster/Fabienne Breisacher im Sander Orsay Stadion ein 4:0-Erfolg gegen Mitaufsteiger 1. FFC Niederkirchen.

Willstätt-Sand (uk). Die Sander Zweitligareserve meldete sich am Ostermontag wieder im Kampf um den Klassenerhalt zurück. Im Duell Zehnter gegen Neunter erzielte der SC nicht nur vier Tore, sondern verringerte den Rückstand auf Niederkirchen auf zwei Punkte. Die Freude über den Sieg wird aber von der schweren Knieverletzung von Innenverteidigerin Sinah Amann überschattet, die sich im Zweikampf das rechte Knie verdrehte und mit Verdacht auf Kreuzbandriss vom Platz getragen wurde (64.). Sand hatte von Beginn an das Spiel unter Kontrolle und Christine Veth verfehlte das gegnerische Gehäuse nur knapp (10.). „Nach gutem Beginn haben wir uns ein wenig vom Tempo des Gegners einlullen lassen“, sagte SC-Trainer Andreas Armbruster. Der FFC Niederkirchen kam zu einigen Eckbällen, bevor Sand in den letzten fünf Minuten vor der Halbzeitpause wieder die Zügel in die Hand nahm. Nach starker Vorarbeit und Flanke von Marine Campos erzielte Angela Migliazza kurz vor dem Halbzeitpfiff das 1:0 (45.). Die zweiten 45 Minuten begannen mit sintflutartigen Regenfällen und starkem Seitenwind. Sand ließ die Gäste nicht aus der deren Hälfte heraus und wollte die Vorentscheidung. Angela Migliazza flankte von der rechten Außenlinie auf Höhe der Strafraumlinie in Richtung Tor und der Ball senkte sich zum 2:0 unter die Latte (61.). Kurz danach kam die Verletzung von Sinah Amann, die nach fünfminutiger Unterbrechung vom Platz getragen wurde. Für sie kam Luisa Frank und Jenny Gaugigl rückte nach hinten in die Innenverteidigung. Nach einem Foul an Christine Veth 25 Meter vor dem Tor führte Jenny Gaugigl den Freistoß schnell aus und traf ins linke untere Eck zum 3:0 (76.). Drei Minuten später traf Christine Veth nach langer Flanke in den Strafraum aus der Drehung zum 4:0-Endstand (79.). Am Sonntag bestreitet Sand das nächste Heimspiel gegen Schlusslicht Crailsheim und könnte mit einem Sieg Relegationsplatz zehn verlassen.

SC Sand II: Kober; Campos, Amann (69. Frank), Freckhaus, Karcher, Gaugigl, Migliazza, Angel (63. Rotzinger), Schlee, Stocks (46. Kurek), Veth.

1. FFC Niederkirchen: Winckler; Becker, Bornschein (90.+3 Behrend), Arcangioli, Striekert (80. Stortz), Mackert, Hans, Baumann (61. Fend), Schmahl, Klupp, Stulin.

Zuschauer: 130.

Schiedsrichterin: Alessa Plass (Augsburg).

Tore: 1:0, 2:0 Migliazza (45., 61.), 3:0 Gaugigl (76.), 4:0 Veth (79.).

BU Jubelfoto: Angela Migliazza (Zweite von rechts) wird von Christine Veth, Noémie Freckhaus und Ann-Chris Angel für ihren Treffer zum 2:0 gefeiert.

Bilder: Udo Künster

Halbfinale DFB-Pokal Frauen: Bayer 04 Leverkusen – SC Sand 0:4 (0:3)

Torsten Walther17.04.2017

Neuauflage DFB-Pokalfinale SC Sand gegen VfL Wolfsburg

Halbfinale DFB-Pokal Frauen: Bayer 04 Leverkusen – SC Sand 0:4 (0:3)

Mit einem deutlichen 4:0 (3:0)-Auswärtssieg beim Ligakonkurrenten Bayer 04 Leverkusen zog der Ortenauer Erstligist SC Sand zum zweiten Mal in Folge ins DFB-Pokalfinale der Frauen am 27. Mai in Köln ein. Gegner ist wie 2016 der amtierende Pokalsieger VfL Wolfsburg, der sich beim SC Freiburg knapp mit 2:1 nach Verlängerung durchsetzen konnte.

Leverkusen (uk). War der Einzug der Sander Frauen ins Pokalfinale im vergangenen Jahr schon eine große Überraschung, dann ist für den Dorfverein aus dem Willstätter Ortsteil die zweite Teilnahme in Folge am 27. Mai im Kölner Rhein-Energie-Stadion schon als kleine Sensation zu werten. „Bei allem Losglück mit Zweitligisten und dem Halbfinale in Leverkusen ist die Wiederholung in diesem Jahr nochmals was Besonderes“, sagte Sands Geschäftsstellenleiterin und Co-Trainerin Claudia von Lanken und fügte hinzu: „Wir freuen uns jetzt auf die Wiederauflage vom vergangenen Jahr gegen den VfL Wolfsburg.“ Für SC-Trainer Richard Dura, gerade sechs Wochen im Amt, war der Sieg keine Selbstverständlichkeit: „Die Anspannung war sehr hoch, aber wir waren gegen die spielerisch nicht so schlecht spielenden Leverkusener einfach effektiver.“ Österreichs Nationalstürmerin Nina Burger legte mit einem Doppelpack früh den Grundstein zum am Ende sicheren Auswärtssieg. Sand setzte Bayer sehr früh unter Druck und nutzte im Haberland-Stadion die Verunsicherung des Gastgebers, der als Vorletzter um den Klassenerhalt in der Bundesliga kämpft. Nach einer Balleroberung im Mittelfeld schoss Verena Aschauer aus der Distanz auf das Bayer-Tor, Torhüterin Anna Klink konnte nicht weit genug klären und Nina Burger drückte den Ball aus fünf Metern über die Linie zum 1:0 (10.). Der Ausbau der Führung gelang schnell. Nach einem Eckball von Aschauer stand Burger am langen Pfosten frei und köpfte ungehindert um 2:0 ein (16.). Für die Vorentscheidung sorgte ihre Sturmpartnerin Jovana Damnjanovic nach etwas mehr als eine halbe Stunde. Wieder versuchte sich Verena Aschauer mit einem Fernschuss, den Anna Klink noch berührte, doch die Bayer-Abwehr bekam das Leder nicht aus dem Strafraum heraus und erzielte den 3:0-Halbzeitstand (35.). Leverkusen brachte die Sander Defensivformation kaum in Bedrängnis, einzig ein Schuss von Lisa Schwab strich nach 40 Minuten gefährlich nahe am Pfosten des Tores vorbei. Zu Beginn der zweiten Halbzeit drängte Leverkusen auf den Anschlusstreffer, allerdings ohne eine klare Torchance. Die hatte nach einer Stunde Sand. Nach einem Eckball von Isabelle Meyer lenkte Anna Klink einen Kopfball von Anne van Bonn an die Latte und Nina Burger versenkte den Abpraller mit dem Kopf zum 4:0-Endstand ins Leverkusener Tor (61.). Angesicht des deutlichen Vorsprungs verlegte sich Sand nun aufs Kontern, bei denen sich Anna Klink mehrfach auszeichnen konnte. Der Traum vom erneuten Finale geriet nicht mehr in Gefahr. Richard Dura will jetzt schnell wieder zum Ligaalltag zurückkehren: „Wir haben jetzt einen wichtigen Schritt gemacht, aber noch genug in der Bundesliga zu tun.“ Eine Erinnerung an die Vorsaison, in der Sand nach Erreichen des Finales die Saison mit fünf Niederlagen in Folge abschloss. Gefeiert wurde am Sonntag mit einer Einladung zum Essen von Pokalsponsor Edgar Feger, bevor sich der Sander „Party-Bus“ auf die Heimreise aus dem Rheinland ins 400 Kilometer entfernte Hanauerland begab.

Bayer 04 Leverkusen: Klink; Kempe, Schrum (46. Dunst), Krahn, Rinast, T. Knaak, Petzelberger, Barth, Wich (81. Rackow), Schwab, Ciszár (61. Dieckmann).

SC Sand: Schlüter; Savin, Caldwell, van Bonn, Sandvej,  Santos (46. Feiersinger), Igwe, Meyer (68. Vetterlein), Aschauer, Burger, Damnjanovic (75. Nikolic)

Zuschauer: 1095.

Schiedsrichterin: Karoline Wacker (Marbach am Neckar).

Tore: 0:1, 0:2 Burger (14., 16.), 0:3 Damnjanovic (35.), 0:4 Burger (61.).

Bilder : Ralph Braun

Fußball, Halbfinale DFB-Pokal Frauen: Bayer 04 Leverkusen – SC Sand

Fußball, Halbfinale DFB-Pokal Frauen: Bayer 04 Leverkusen – SC Sand

Torsten Walther12.04.2017

SC Sand muss auf dem Weg ins Pokalfinale noch eine letzte Hürde überwinden

SC Sand muss auf dem Weg ins Pokalfinale noch eine letzte Hürde überwinden

Die Frauen des SC Sand wollen zum zweiten Mal in Folge das DFB-Pokalfinale erreichen. Auf dem Weg nach Köln steht im Halbfinale am Sonntag um 14 Uhr ein weiteres Auswärtsspiel im Ulrich-Haberland-Stadion bei Bayer 04 Leverkusen als letzte Hürde auf dem Programm.

Willstätt-Sand (uk). Die zweite Teilnahme an einem DFB-Pokalfinale wäre für den SC Sand ein weiterer Meilenstein der Vereinsgeschichte. Möglich wäre am 27. Mai sogar eine Neuauflage des Endspiels 2016 gegen den VfL Wolfsburg oder ein südbadisches Derby gegen den SC Freiburg, der die Wölfe ebenfalls am Sonntag im Möslestadion empfängt. Doch Sands Trainer Richard Dura warnt davor, den vermeintlich leichtesten Gegner im Halbfinale zu unterschätzen: „Im Pokal gibt es keine Favoriten, sondern nur Mannschaften, die weiterkommen. Das hat Bayern München im vergangenen Jahr in Sand erleben müssen.“ Noch fataler wäre es, wenn sein Team den Gegner am 3:0-Sieg vor vier Wochen in der Bundesliga messen würde.  Verena Hagedorn, bisherige Assistenztrainerin von Steffi Jones in der Nationalmannschaft, soll nicht nur mithelfen, den drohenden Abstieg des Vorletzten der Bundesliga zu verhindern, sondern auch den ersten Einzug der Bayer-Elf ins Finale in der Nachbarstadt ermöglichen. Wie seine Kollegin hatte auch Richard Dura in den vergangenen zehn Tagen das Problem, dass sich ein Großteil des Kaders auf Länderspielreise befand. Während Torfrau Carina Schlüter erstmals die Atmosphäre bei der deutschen Nationalmannschaft schnuppern durfte, aber noch nicht zum Einsatz kam, stand Winterzugang Leticia Santos in der Startelf der Brasilianer, die das Freundschaftsspiel gegen Bolivien mit 6:0 gewannen. „Es freut mich für Leticia und das kann ihr noch mehr Selbstbewusstsein geben, von dem auch Sand profitieren kann.“ Erst ab dem heutigen Donnerstag kann Sands Trainer den kompletten Kader auf das Spiel in Leverkusen vorbereiten und muss noch abwarten, in welcher Verfassung die Akteure von den langen Reisen zurückkehren. „Schon nach der letzten Länderspielpause kamen vier bis fünf Spielerinnen angeschlagen zurück“, hofft Richard Dura, dass es dieses Mal nur bei der Verletzung von Dominika Skorvankova bleibt, die nach ihrer Meniskus-Operation bis Saisonende ausfällt.

BU: Bis auf Torfrau Kristina Kober (Zweite von rechts), die verletzte Dominika Skorvankova (Dritte von links) und Julia Zirnstein (Zweite von links), die ihre Laufbahn nach dem Endspiel 2016 beendete, stehen noch acht Spielerinnen aus der Startelf im Sander Kader.

2. Bundesliga Süd Frauen: SC Sand II - 1. FFC Niederkirchen

2. Bundesliga Süd Frauen: SC Sand II - 1. FFC Niederkirchen

Torsten Walther12.04.2017

Ein Spiel mit Derby-Charakter

Ein Spiel mit Derby-Charakter

Willstätt-Sand (uk). Am Ostermontag um 14 Uhr empfängt die Zweitligareserve des SC Sand im Orsay-Stadion den Tabellennachbarn 1. FFC Niederkirchen. Fünf Punkte beträgt die Differenz zwischen dem Zehnten Sand und dem Neunten Niederkirchen und für das Sander Trainerduo Andreas Armbruster und Fabienne Breisacher die Chance, durch einen Heimsieg die Lücke zum Mitaufsteiger zu verringern. „Selbst wenn wir nicht gewinnen, wird dennoch am letzten Spieltag erst abgerechnet“, zeigt sich Fabienne Breisacher trotz der prekären Lage kämpferisch. Da sich beide Teams sehr gut kennen, besitzen für sie die Spiele gegen Niederkirchen Derby-Charakter. Und in diesen Begegnungen tat sich Sand immer schwer gegen die Pfälzer. Im Hinspiel waren es individuelle Fehler und das Auslassen bester Torchancen, die dem Ortenauer Zweitligisten eine Niederlage bescherten. Das 3:0 stand schon nach 18 Minuten fest. „Es wird sicher genauso schwer und umkämpft wie vor einem halben Jahr“, rechnet Fabienne Breisacher mit viel Gegenwehr. Die Gäste sind mit fünf Niederlagen aus der Winterpause gestartet und wollen in Sand den Negativtrend stoppen. Sand kann in diesem Jahr zumindest einen Sieg vorweisen, doch Fabienne Breisacher hofft auf eine ähnliche Leistung wie bei der knappen Niederlage vor 14 Tagen beim Aufstiegsanwärter Hessen Wetzlar: „Wenn wir das wieder umsetzen, dann ist mir auch vor Niederkirchen nicht bange.“ Der Kader bleibt unverändert und könnte wieder durch Akteure der ersten Mannschaft verstärkt werden, die am Sonntag ihr Pokalspiel bestreitet.

Allianz Frauen-Bundesliga: FC Bayern München – SC Sand 1:0 (0:0)

Allianz Frauen-Bundesliga: FC Bayern München – SC Sand 1:0 (0:0)

Torsten Walther02.04.2017

SC Sand fehlten neun Minuten zum Unentschieden

SC Sand fehlten neun Minuten zum Unentschieden

Im Fernsehspiel der Allianz Frauen-Bundesliga verlor der Ortenauer Erstligist SC Sand beim amtierenden Deutschen Meister FC Bayern München nur knapp mit 0:1. Carolin Abbe erzielte nach 81 Minuten den Siegtreffer, nachdem Carina Schlüter einen Schuss von Sara Däbritz nur abprallen lassen konnte.

München (uk). SC-Trainer Richard Dura begann mit der Startelf, die sich schon gegen Turbine Potsdam gut aus der Affäre gezogen hatte. Nina Burger und Jovana Damnjanovic, in der kommenden Saison im Kader der Bayern, störten in vorgezogener Stellung recht früh. Und der SC setzte sich nach sieben Minuten mit mehreren Eckbällen in Folge am Münchner Strafraum fest. Ein zwingender Torschuss gelang den Gästen aus der Ortenauer allerdings nicht. Bayern hatte nach einer Ecke von Melanie Behringer durch einen Kopfball von Vivianne Miedema die erste Torchance (14.). Der aktuelle deutsche Meister übernahm immer mehr Spielanteile, kam aber kaum durch die geschickt gestaffelte Sander Defensive durch. Gelang es doch, standen eine Abwehrspielerin oder Torfrau Carina Schlüter zur Stelle. Diese fing eine Flanke von Lisa Evans (23.) ebenso sicher ab wie einen Schuss von Sara Däbritz aus 20 Metern (30.). Drei Minuten später lenkte sie einen Eckball von Melanie Behringer über die Latte und fing die darauffolgende Ecke ebenfalls ab. Sand befreite sich bis zur Halbzeitpause etwas aus der Umklammerung, ohne selbst torgefährlich zu werden. Die holländische Nationalspielerin Miedema hatte zu Beginn der zweiten Halbzeit mit einem Kopfball die erste Bayern-Chance (51.). Bayern bestimmte das Spiel, doch die Großchance eröffnete sich dem SC Sand. Nachdem in der eigenen Hälfte ein Angriff abgefangen werden konnte, ging es schnell über die linke Seite Richtung Bayern-Tor. Verena Aschauer flankte in Richtung Elfmeterpunkt, doch Nina Burger konnte frei vor Manuela Zinsberger beim Kopfball nicht genug Druck ausüben (67.). Nach einem Schuss von Jovana Damnjanovic (75.) klärte Isabelle Meyer den Konter von München vor Sara Däbritz. Kurze Zeit später klärte Anne van Bonn einen Querschläger vor der einschussbereiten Sydney Lohmann. Doch Bayern München bestrafte den einzigen Fehler von Sand gnadenlos. Sara Däbritz schoss nach einer Ecke von Melanie Behringer, die Sand nicht weit genug aus der Gefahrenzone klärte, von der Strafraumgrenze aufs Tor, Carina Schlüter ließ den für sie verdeckten Ball zur Mitte abprallen und Caroline Abbe staubte zum 1:0 ab (81.). Sands Torhüterin verhinderte bei einem Kopfball von Miedema nach Freistoß von Behringer (82.) und in der Nachspielzeit, als sich alle Sander Spielerinnen bei einem Freistoß vor dem Münchner Tor versammelt hatten, gegen die frei durchbrechende Miedema weitere Gegentreffer. Es blieb beim knappen 1:0-Erfolg für München und der Tatsache, dass Sand in sechs Bundesligaspielen gegen Bayern noch keinen Punkt holen konnte. Nach der Länderspielpause bestreitet Sand am Ostersonntag das Halbfinalspiel im DFB-Pokal bei Bayer Leverkusen.

FC Bayern München: Zinsberger; Abbe, Wenninger, Schnaderbeck, Lewandowski, Baunach, Behringer, Däbritz, Bürki (57. Lohmann), Miedema, Evans (70. Rolser).

SC Sand: Schlüter; Savin, Caldwell, van Bonn, Sandvej, Chojnowski (60. Santos), Igwe (85. Vetterlein), Meyer (82. Nikolic), Aschauer, Damnjanovic, Burger.

Zuschauer: 460.

Schiedsrichterin: Riem Hussein (Bad Harzburg).

Tor: 1:0 Abbe (81.).

BU: Wie im Hinspiel beim Zweikampf zwischen Chioma Igwe und Vivianne Miedema zeichnete sich auch die Begegnung in München durch viele Zweikämpfe und viel Laufarbeit der Sander Defensive aus.

Kontakt

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Kühnmatt 3
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