DFB-Pokal Viertelfinale: SV Werder Bremen – SC Sand 0:1 (0:0)

Torsten Walther, 15.03.2017

Zum zweiten Mal in Folge steht der Ortenauer Fußball Erstligist SC Sand im Halbfinale des DFB-Pokals. Beim bisher ungeschlagenen Zweitligatabellenführer SV Werder Bremen erzielte Österreichs Nationalstürmerin Nina Burger den goldenen Treffer.

Bremen (uk). Der SC Sand hat mit dem Sieg im Viertelfinale nach drei Niederlagen in Folge wieder einen Pflichtspielsieg eingefahren. SC-Trainer Richard Dura, der schon zuvor das Ende der Negativserie erwartete, setzte beim Zweitligatabellenführer auf Offensive. Mit Nina Burger und Jovana Damnjanovic als Doppelspitze und dahinter zwei Viererketten. Sand erarbeitete sich gegen die sicher in der Defensive stehenden Werder-Frauen zwar ein leichtes Übergewicht im Mittelfeld, doch zwingende Torschüsse erspielte sich keines der Teams in der ersten Halbzeit. Gefahr gab es vor allem nach Standardsituationen nach Eckbällen und Freistößen, doch die Schüsse wurden rechtzeitig geblockt. „Wir müssen in der zweiten Halbzeit schon mehr tun“, sagte Sands sportlicher Leiter Dieter Wendling zur Pause. Die Spielerinnen setzten dies in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff um. Werder-Torfrau Lena Pauels musste einen Freistoß von Silvana Chojnowski abprallen lassen und hatte Glück, dass der Nachschuss ins Aus ging. Danach schossen Leticia Santos und Dominika Skorvankova auf das gegnerische Tor. Nach einem Freistoß von Nina Lührßen klärte Sands Torfrau Carina Schlüter die Flanke von Marie-Louise Eta und auch das Nachsetzen von Stephanie Goddard verpuffte. Dann stoppte Katharina Schiechtl Nina Burger und Cecilie Sandvej unterband den Konter von Giovanna Hoffmann. Bei einem Schuss von Goddard reklamierte Werder Handspiel von Diana Caldwell, doch das Spiel lief weiter. Dann setzte Sand die leichte Feldüberlegenheit in ein Tor um. Die eingewechselte Verena Aschauer eroberte auf der rechten Seite den Ball und schickte Jovana Damnjanovic auf die Reise, die sich gegen Michelle Ulbrich durch setzte und auf die mitgelaufene Nina Burger quer legte. Deren Schuss schlug aus 16 Metern unhaltbar unter der Latte zum 1:0 für Sand ein (78.). Drei Minuten später hatte Damnjanovic die Entscheidung auf dem Fuß, verfehlte  aber freistehend das Bremer Tor. Werder warf alles nach vorne und drängte auf den Ausgleich. Dies ermöglichte Sand Konterchancen und Nina Burger scheiterte in einer Szene mit einem Schuss von der Strafraumgrenze am Pfosten (89.). Nach einem Eckball für Bremen in der zweiminütigen Nachspielzeit pfiff Schiedsrichterin Kathrin Heimann das Spiel ab und Sand qualifizierte sich zum zweiten Mal in Folge für das Halbfinale. „Die zweite Halbzeit wurde von beiden Mannschaften offener und besser geführt“, sagte Dieter Wendling und fügte hinzu: „Das Tor von Nina Burger war der beste Angriff des gesamten Spiels.“ Das Halbfinale wird am Osterwochenende ausgetragen. Die Auslosung findet am Montag im Rahmen der Sendung HR-Heimspiel statt.

SV Werder Bremen: Pauels; Wolter, Ulbrich, Schiechtl, Tóth, Eta, Scholz, Lührßen, König (73. Wichmann), Hoffmann (85. Volkmer), Goddard.

SC Sand: Schlüter; Savin (63. Aschauer), Caldwell, van Bonn, Sandvej, Santos, Igwe, Skorvankova, Chojnowski (89. Meyer), Burger, Damnjanovic.

Zuschauer: 493.

Schiedsrichterin: Kathrin Heimann (Gladbeck).

Tore:  0:1 Burger (78.).

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