Halbfinale DFB-Pokal Frauen: Bayer 04 Leverkusen – SC Sand 0:4 (0:3)

Torsten Walther, 17.04.2017

Neuauflage DFB-Pokalfinale SC Sand gegen VfL Wolfsburg

Halbfinale DFB-Pokal Frauen: Bayer 04 Leverkusen – SC Sand 0:4 (0:3)

Mit einem deutlichen 4:0 (3:0)-Auswärtssieg beim Ligakonkurrenten Bayer 04 Leverkusen zog der Ortenauer Erstligist SC Sand zum zweiten Mal in Folge ins DFB-Pokalfinale der Frauen am 27. Mai in Köln ein. Gegner ist wie 2016 der amtierende Pokalsieger VfL Wolfsburg, der sich beim SC Freiburg knapp mit 2:1 nach Verlängerung durchsetzen konnte.

Leverkusen (uk). War der Einzug der Sander Frauen ins Pokalfinale im vergangenen Jahr schon eine große Überraschung, dann ist für den Dorfverein aus dem Willstätter Ortsteil die zweite Teilnahme in Folge am 27. Mai im Kölner Rhein-Energie-Stadion schon als kleine Sensation zu werten. „Bei allem Losglück mit Zweitligisten und dem Halbfinale in Leverkusen ist die Wiederholung in diesem Jahr nochmals was Besonderes“, sagte Sands Geschäftsstellenleiterin und Co-Trainerin Claudia von Lanken und fügte hinzu: „Wir freuen uns jetzt auf die Wiederauflage vom vergangenen Jahr gegen den VfL Wolfsburg.“ Für SC-Trainer Richard Dura, gerade sechs Wochen im Amt, war der Sieg keine Selbstverständlichkeit: „Die Anspannung war sehr hoch, aber wir waren gegen die spielerisch nicht so schlecht spielenden Leverkusener einfach effektiver.“ Österreichs Nationalstürmerin Nina Burger legte mit einem Doppelpack früh den Grundstein zum am Ende sicheren Auswärtssieg. Sand setzte Bayer sehr früh unter Druck und nutzte im Haberland-Stadion die Verunsicherung des Gastgebers, der als Vorletzter um den Klassenerhalt in der Bundesliga kämpft. Nach einer Balleroberung im Mittelfeld schoss Verena Aschauer aus der Distanz auf das Bayer-Tor, Torhüterin Anna Klink konnte nicht weit genug klären und Nina Burger drückte den Ball aus fünf Metern über die Linie zum 1:0 (10.). Der Ausbau der Führung gelang schnell. Nach einem Eckball von Aschauer stand Burger am langen Pfosten frei und köpfte ungehindert um 2:0 ein (16.). Für die Vorentscheidung sorgte ihre Sturmpartnerin Jovana Damnjanovic nach etwas mehr als eine halbe Stunde. Wieder versuchte sich Verena Aschauer mit einem Fernschuss, den Anna Klink noch berührte, doch die Bayer-Abwehr bekam das Leder nicht aus dem Strafraum heraus und erzielte den 3:0-Halbzeitstand (35.). Leverkusen brachte die Sander Defensivformation kaum in Bedrängnis, einzig ein Schuss von Lisa Schwab strich nach 40 Minuten gefährlich nahe am Pfosten des Tores vorbei. Zu Beginn der zweiten Halbzeit drängte Leverkusen auf den Anschlusstreffer, allerdings ohne eine klare Torchance. Die hatte nach einer Stunde Sand. Nach einem Eckball von Isabelle Meyer lenkte Anna Klink einen Kopfball von Anne van Bonn an die Latte und Nina Burger versenkte den Abpraller mit dem Kopf zum 4:0-Endstand ins Leverkusener Tor (61.). Angesicht des deutlichen Vorsprungs verlegte sich Sand nun aufs Kontern, bei denen sich Anna Klink mehrfach auszeichnen konnte. Der Traum vom erneuten Finale geriet nicht mehr in Gefahr. Richard Dura will jetzt schnell wieder zum Ligaalltag zurückkehren: „Wir haben jetzt einen wichtigen Schritt gemacht, aber noch genug in der Bundesliga zu tun.“ Eine Erinnerung an die Vorsaison, in der Sand nach Erreichen des Finales die Saison mit fünf Niederlagen in Folge abschloss. Gefeiert wurde am Sonntag mit einer Einladung zum Essen von Pokalsponsor Edgar Feger, bevor sich der Sander „Party-Bus“ auf die Heimreise aus dem Rheinland ins 400 Kilometer entfernte Hanauerland begab.

Bayer 04 Leverkusen: Klink; Kempe, Schrum (46. Dunst), Krahn, Rinast, T. Knaak, Petzelberger, Barth, Wich (81. Rackow), Schwab, Ciszár (61. Dieckmann).

SC Sand: Schlüter; Savin, Caldwell, van Bonn, Sandvej,  Santos (46. Feiersinger), Igwe, Meyer (68. Vetterlein), Aschauer, Burger, Damnjanovic (75. Nikolic)

Zuschauer: 1095.

Schiedsrichterin: Karoline Wacker (Marbach am Neckar).

Tore: 0:1, 0:2 Burger (14., 16.), 0:3 Damnjanovic (35.), 0:4 Burger (61.).

Bilder : Ralph Braun

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