Allianz Frauen-Bundesliga: FC Bayern München – SC Sand 2:0 (0:0)

Torsten Walther15.10.2017

Niederlage nach späten Gegentoren

Zehn Minuten fehlten den Frauen des Fußball Bundesligisten SC Sand zum ersten Punktgewinn in der Allianz Frauen-Bundesliga beim FC Bayern München. Melanie Behringer mit einem Foulelfmeter und Jill Roord mit einer Einzelleistung zum 2:0-Endstand besiegelten Sands erste Auswärtsniederlage in dieser Saison.

München (uk). Nach dem frühen Aus in der Champions League stand der FC Bayern gegen den Außenseiter aus der Ortenau unter Druck. Mit einer erneuten Heimniederlage wäre die Mannschaft von Trainer Thomas Wörle erst mal aus dem Rennen um die ersten beiden Plätze vorerst raus gewesen. Zwar hatten die Gastgeber im Grünwalder Stadion gegen Sand von Beginn an mehr Spielanteile, doch der SC stand gut in der Defensive, versuchte durch frühes Pressing den FCB im Spielaufbau zu stören und eigene Konter zu fahren. Diese wurden allerdings nicht so präzise zu Ende gespielt und Bayern baute nach Ballgewinnen schnell Tempo Richtung Sander Tor auf. Nach Balleroberung von Melanie Leupolz scheiterte Fridolina Rolfö erstmals an Sands Torfrau Carina Schlüter (11.). Auf Vorarbeit von Nina Burger verfehlte Leticia Santos bei Sands erster Chance nur knapp das Bayern-Tor (21.). München schloss die Angriffe schnell ab und erarbeitete sich zahlreiche Eckbälle. Doch Sand hatte nach Vorlage von Laura Feiersinger durch Anne van Bonn nochmals eine gute Torchance (29.). Melanie Behringer prüfte mit einem Schuss aus der zweiten Reihe erneut die Reaktion von Carina Schlüter (41.) und nach dem Eckball köpfte Simone Laudehr über Sands Tor. „Zur Halbzeit hätte es durchaus 2:2 stehen können. Unsere Mannschaft hat toll gekämpft und hätte am Ende auch ein Unentschieden verdient gehabt“, berichtete Sands Geschäftsstellenleiterin Claudia von Lanken. Was auch ein Verdienst der starken Leistung von Sands Torfrau gewesen wäre, die zu Beginn der zweiten Halbzeit einen Foulelfmeter von Simone Laudehr entschärfte (54.). Sand konnte kaum noch Entlastungsangriffe aufbauen und wurde immer mehr in die eigene Hälfte gedrückt. Nach einem Foul an der eingewechselten Jill Roord bekam Bayern den zweiten Elfmeter zugesprochen und Melanie Behringer ließ Carina Schlüter mit einem Flachschuss zum 1:0 keine Chance (81.). Sands Trainer Sascha Glass warf in den Schlussminuten nochmals alle Offensivkräfte ins Rennen, doch nach einem Ballverlust und einem ersten Klärungsversuch durch Anne van Bonn traf Jill Roord zum 2:0-Endstand (89.). Am Wochenende legt die Bundesliga wieder eine Länderspielpause ein und in zwei Wochen kommt Aufsteiger 1. FC Köln ins Sander Orsay Stadion.

FC Bayern München: Zinsberger; Lewandowski, Beerensteyn (87. Rolser), Behringer, Leupolz, Vonkova (65. Islacker), Rolfö (75. Roord), Skorvankova, Wenninger, Maier, Laudehr.
SC Sand: Schlüter; Santos (87. Nikolic), Caldwell, Vetterlein, Vojtekova (87. Blagojevic), Feiersinger, Tietge (76. Arnold), van Bonn, Aschauer, Wagner, Burger.
Zuschauer: 622.
Schiedsrichterin: Melissa Joos (Leinfelden-Echterdingen).
Tore: 1:0 Behringer (81., FE), 2:0 Roord (89.).
Besonderes Vorkommnis: Simone Laudehr verschießt Elfmeter (54.).

Fußballerinnen der Jahrgänge 2008/09 – Wir sichten wieder Talente

Sebastian Fürderer09.10.2017

 Der SC Sand sichtet wieder Talente des Mädchenfußballs.

Gemeldet werden können alle fußballbegeisterten Mädchen der Jahrgänge 2008 und 2009, unabhängig davon, ob sie bereits einem Fußballverein angehören oder nicht.

In loser Folge werden die Mädchen während der laufenden Saison zum Training eingeladen.

Der SC Sand möchte den Mädchen mit dieser Maßnahme einen ersten Schritt zu einer qualifizierten fußballerischen Ausbildung anbieten. Leiter der Maßnahme ist Rainer Marquardt, Trainer der U11- und U13-Juniorinnen.

Bitte melden Sie Ihre Tochter an bei:


Claudia von Lanken
Geschäftsstellenleiterin
SC Sand
0172-4033507
cvl77@gmx.de

www.scsand-frauen.de 

Regionalliga Süd, Frauen: SC Sand II – FC Ingolstadt 2:2 (1:1)

Regionalliga Süd, Frauen: SC Sand II – FC Ingolstadt 2:2 (1:1)

Torsten Walther08.10.2017

SC Sand II wacht zu spät auf

Willstätt-Sand (uk). Die Regionalliga-Reserve des SC Sand musste sich im Heimspiel gegen den FC Ingolstadt mit einem 2:2 (1:1)-Unentschieden zufrieden geben. In einer hart umkämpften Begegnung auf dem Kunstrasen im Orsay Stadion hatte der Zweitligaabsteiger am Ende noch Glück, dass wenigstens ein Punkt in der Ortenau blieb. „Das Unentschieden war glücklich, aber hätte mit der letzten Chance noch ein Sieg werden können“, zog Gästetrainer Florian Ächter im Gespräch mit Sands Teammanager Georg Forscht eine zufriedenstellende Bilanz für sein Team. Dem stimmte Georg Forscht zu, verwies aber auf vier Großchancen, die Sand in der ersten Halbzeit ungenutzt ließ. Nach dem frühen Führungstreffer durch Madeleine Kurek, die einen Konter zum 1:0 abschloss (5.), gelang den Gästen ein glücklicher Ausgleich. Ein Ballverlust im Mittelfeld führte zu einem Konter über die linke Seite, Sabrina Lang konnte den Ball nicht festhalten und Ramona Maier staubte zum 1:1 ab (14.). Sand hatte die angesprochenen Chancen, konnte sie aber bis zur Halbzeit nicht verwerten. In den zweiten 45 Minuten nutzte Ingolstadt die Fehler im Sander Spielaufbau und kam immer wieder in den gegnerischen Strafraum. Einer dieser Aufbauschwächen in Sands Hälfte wurde sofort genutzt und Isabel Wörner überwand Sabrina Lang zum 1:2 (60.). Mit der Einwechslung von Louisa Frank kam etwas mehr Struktur ins Sander Spiel und der Druck auf das Gästetor erhöhte sich. Nach einem Foul an Natalie Hezel blieb allerdings der mögliche Elfmeterpfiff ebenso aus wie später bei einer Aktio0n gegen Madeleine Kurek. Christine Veth erzielte nach Balleroberung und Vorlage von Jennifer Schlee das 2:2 (81.). Am Ende war es ein Anrennen von Sand, das in der letzten Aktion fast noch bestraft wurde. Nach einem Einwurf der Gäste klatschte Lang den Ball nur ab und eine Abwehrspielerin rettete beim Nachschuss auf der Linie. Am Sonntag reist Sand zum nächsten Auswärtsspiel nach Würzburg.

SC Sand: Lang; Ebner, Zirnstein, Veth, Migliazza, Hezel (67. Rotzinger), Schlee, Campos, Leopoldes, Kurek, Angel (60. Frank).
FC Ingolstadt: F. Maier; Stiglmair, Mailbeck, Hamberger, Guba (65. Schmittmann), Wörner (90.+2 Nickl), Haim (76. Rüttgers), Westermeier, Zenger (89. Rippberger), Petz, R. Maier.
Zuschauer: 74.
Schiedsrichterin: Sarah Fahrer (Bruchsal).
Tore: 1:0 Kurek (5.), 1:1 R. Maier (14.), 1:2 Wörner (60.), 2:2 Veth (81.).

Fotos: Udo Künster

Madeleine Kurek brachte die Sander Reserve früh in Führung.

Madeleine Kurek brachte die Sander Reserve früh in Führung.

Christine Veth erzielte den Sander Ausgleich.

Christine Veth erzielte den Sander Ausgleich.

Der Kopfball von Julia Zirnstein war nach einer Ecke von Christine Veth zu unplatziert.

Der Kopfball von Julia Zirnstein war nach einer Ecke von Christine Veth zu unplatziert.

 
2. Runde DFB-Pokal Frauen: 1. FC Riegelsberg – SC Sand 0:13 (0:6)

2. Runde DFB-Pokal Frauen: 1. FC Riegelsberg – SC Sand 0:13 (0:6)

Torsten Walther08.10.2017

Sander Schützenfest im Saarland

Sander Schützenfest im Saarland

Mit einem 13:0 beim Regionalligisten 1. FC Riegelsberg stürmten die Frauen des SC Sand mit einem wahren Schützenfest ins Achtelfinale des DFB-Pokals. Beim bisher höchsten Pokalsieg auf nationaler Ebene erzielte Jana Vojtekova vier Tore.

Riegelsberg (uk). Nach der Heimniederlage gegen Essen schoss sich der Ortenauer Fußball Erstligist SC Sand in der zweiten Runde des DFB-Pokals der Frauen beim saarländischen Vertreter 1. FC Riegelsberg den Frust vom Leibe. SC-Trainer Sascha Glass hatte wie angekündigt nur auf wenigen Positionen rotiert. Die angeschlagene Laura Vetterlein wurde geschont, für sie rückte Leticia Santos ebenso in die Startelf wie Dina Blagojevic, die bei ihrem ersten Pflichtspieleinsatz Sylvia Arnold ersetzte. Unter der Leitung von Schiedsrichterin Hanna Schlemmer, die schon das Spiel gegen Essen gepfiffen hatte, entwickelte sich frühzeitig eine faire, aber einseitige Begegnung, in der Sand viel über die Außenpositionen zum Erfolg kam. Selina Wagner legte mit zwei Treffern in Folge den Grundstein zum ungefährdeten Sieg. Nach Vorlage von Jana Vojtekova traf sie am langen Pfosten stehend zum 1:0 (8.) und legte nach einem langen Pass ins Zentrum der FC-Abwehr und einem Schlenzer an der Torfrau vorbei mit dem 2:0 nach (16.). Leticia Santos bereitete von rechts das dritte Sander Tor zum 3:0 (21.) durch Jana Vojtekova vor, die in Halbzeit zwei drei weitere Treffer folgen ließ. Nina Burger traf freistehend zum 4:0 (25.) und fünf Minuten später hatte Riegelsberg den einzigen Torschuss in der gesamten Partie. Der Torhunger von Sand war noch lange nicht gestillt. Nach einem schon abgewehrten Eckball lief die gesamte Riegelsberger Mannschaft aus dem Strafraum heraus, Vojtekova schickte Burger auf die Reise und die Österreicherin traf zum 5:0 (37.). Dina Blagojevic erzielte nach einem langen Pass den 6:0-Halbzeitstand (40.). Jana Vojtekova traf nach einem Eckball zum 7:0 (51.), bevor die eingewechselte Milena Nikolic nach Flanke von Santos das 8:0 erzielte (59.) und kurze Zeit später den Ball in den Lauf von Laura Feiersinger steckte, die zum 9:0 traf (62.). Die Treffer zehn und elf verbuchte Jana Vojtekova auf ihrem Konto (64., 73.) und Anne van Bonn machte mit einem Schuss von der Strafraumgrenze, der vom Innenpfosten ins Netz abprallte, das Dutzend voll (82.). Den Schlusspunkt setzte Milena Nikolic nach Vorlage von Vojtekova zum 13:0-Endstand und Sands höchstem Sieg im DFB-Pokal (86.). „Die Mannschaft hat von Anfang bis Ende Druck erzeugt und es konnten auch Spielerinnen Praxis sammeln, die zuletzt kaum oder in dieser Saison noch gar nicht zum Einsatz kamen“, sagte Geschäftsstellenleiterin Claudia von Lanken. Am Sonntag geht für Sand der Ligaalltag mit der Begegnung beim FC Bayern München weiter.

1. FC Riegelsberg: Hensel; Theis, Klein, Ecker (64. Bales), Dickmann, Wunn (64. Bogatekin), Scherer, Quatrana (71. Poertner), Enoch, Lackmann, Enz.
SC Sand: Schlüter; Santos, Caldwell, Tietge (56. Savin), Vojtekova, van Bonn, Feiersinger, Blagojevic, Wagner (46. Nikolic), Aschauer, Burger (46. Hamidovic). 
Zuschauer: 300.
Schiedsrichterin: Hanna Schlemmer (Nußbach)
Tore: 0:1, 0:2 Wagner (8., 16.), 0:3 Vojtekova (21.), 0:4, 0:5 Burger (25., 37.), 0:6 Blagojevic (40.), 0:7 Vojtekova (51.), 0:8 Nikolic (59.), 0:9 Feiersinger (62.), 0:10, 0:11 Vojtekova (64., 73.), 0:12 van Bonn (82.), 0:13 Nikolic (86.).

2. Runde DFB-Pokal Frauen: 1. FC Riegelsberg – SC Sand

2. Runde DFB-Pokal Frauen: 1. FC Riegelsberg – SC Sand

Torsten Walther04.10.2017
2. Runde DFB-Pokal Frauen: 1. FC Riegelsberg – SC Sand

Nach der Heimniederlage gegen die SGS Essen tritt der Ortenauer Frauen Erstligist SC Sand am Samstag um 18 Uhr beim saarländischen Regionallisten 1. FC Riegelsberg an. Auf Experimente wird SC-Trainer Sascha Glass verzichten, will aber bei einigen Spielerinnen den Gesundheitszustand abwarten.

Willstätt-Sand (uk). Ursachenforschung war beim SC Sand Anfang der Woche angesagt. „Wir haben das zuerst im Trainerteam abgearbeitet und dann mit der Mannschaft besprochen“, beschrieb Sands Trainer Sascha Glass die Nachbetrachtung der Heimniederlage gegen SGS Essen. Die Mannschaft habe in den ersten 20 bis 25 Minuten gar nicht so schlecht gespielt und nochmals zehn Minuten in der zweiten Halbzeit guten Fußball gezeigt. Aber etwas mehr als 30 Minuten seien gegen ein Team wie Essen, das selbst unter Druck stand, einfach zu wenig gewesen. „Wir sind nicht in die Zweikämpfe gegangen, sondern haben nur nachgearbeitet und begleitet. Das war untypisch für uns. Vor allem, wenn man die erste Halbzeit gegen Wolfsburg und das Spiel in Frankfurt dagegen hält“, fehlte Sands Trainer der letzte Biss. Vielleicht war der Sieg in Frankfurt und die frühe Führung gegen Essen mit ein Grund für das Nachlassen. Sascha Glass sieht es als kleinen Dämpfer und Warnschuss, wie man es in den Spielen nicht machen darf. Trotzdem schaut er zuversichtlich auf die kommenden Aufgaben, die Sand, in der ersten Runde des DFB-Pokals spielfrei, am Samstag zu einem Regionalligisten führt. Der 1. FC Riegelsberg steht nach vier Spielen mit einem Sieg und drei Niederlagen zwar auf dem drittletzten Platz, doch der Gegner habe einige Spielerinnen im Team, die Fußball spielen können. Mit einem Blick auf den Kader sind mit Carina Enoch oder Anna Dickmann Akteure dabei, die beim 1. FC Saarbrücken und beim SV Dirmingen schon Zweitligaluft einatmen konnten. Sand geht natürlich als Favorit in die Begegnung und für den sportlichen Leiter Dieter Wendling wäre alles andere als ein Sieg eine Enttäuschung. Auch wenn manche Trainer solche Spiele dazu nutzen, den nicht so oft eingesetzten Spielerinnen Einsatzzeiten zu geben, wird Sascha Glass nicht viel rotieren: „Möglicherweise wird die eine oder andere angeschlagene oder erkrankte Spielerin geschont.“ Am Montag machte Verena Aschauer einen kurzen Abstecher in ihre Heimat. Im Wiener Rathaus wurde sie zur Sportlerin des Jahres 2017 der Stadt Wien geehrt. Noch vor so aus dem Fernsehen bekannten Sportstars wie die mehrfache Welt- und Europameisterin im Tanzen, Kathrin Menzinger.

BU: Verena Aschauer (rechts) wurde am Montag im Wiener Rathaus als Sportlerin des Jahres 2017 der Stadt Wien geehrt.

Regionalliga Süd, Frauen: SC Sand II – FC Ingolstadt

Torsten Walther04.10.2017
Regionalliga Süd, Frauen: SC Sand II – FC Ingolstadt

Willstätt-Sand (uk). Nachdem die Fußball Regionalliga der Frauen aufgrund des Länderpokals eine Spielpause eingelegt hatte, rollt am Wochenende wieder der Ball. Am Sonntag um 11 Uhr empfängt die Erstliga-Reserve des SC Sand auf dem Kunstrasenplatz im Orsay Stadion den FC Ingolstadt. Die „Schanzer“ halten sich seit dem Aufstieg im Jahr 2014 auf guten Mittelfeldplätzen. Vor zwei Jahren spielten Sand und Ingolstadt lange Zeit um den Aufstieg in die zweite Liga mit. Sand wurde Meister und Ingolstadt landete nach einer leichten Schwächeperiode vor und nach der Winterpause auf Platz vier. In beiden Spielen ging Sand als Sieger hervor, was Trainerin Fabienne Breisacher auch für das Spiel am Sonntag anstrebt.

BU: Jennifer Schlee stand vor zwei Jahren beim ersten Aufeinandertreffen mit dem FC Ingolstadt im Kader der Sander Reserve.

Allianz Frauen-Bundesliga: SC Sand – SGS Essen 1:3 (1:0)

Torsten Walther01.10.2017

SC Sand verliert auch zweites Heimspiel

SC Sand verliert auch zweites Heimspiel

Der SC Sand bleibt in der Allianz Frauen-Bundesliga im eigenen Orsay Stadion weiter ohne Punktgewinn. Mit einer überragenden Nationalspielerin Linda Dallmann drehte die SGS Essen den Halbzeitrückstand und gewann in Sand verdient mit 3:1.

Willstätt-Sand (uk). Nach dem vierten Bundesliga-Spieltag warten die Frauen des SC Sand noch auf den ersten Punktgewinn im heimischen Orsay Stadion. Nach zwei Auswärtssiegen bei Werder Bremen und in Frankfurt tat die Niederlage am Sonntag gegen SGS Essen mehr weh als die gegen den deutschen Meister VfL Wolfsburg. „Wir kamen nicht ins Spiel rein und bis auf Johanna Tietge und Anne van Bonn hatten alle anderen Spielerinnen eine negative Zweikampfbilanz“, analysierte SC-Trainer Sascha Glass nach Spielschluss. Dabei fing die Begegnung für Sand sehr positiv an. Nach einem Konter über Laura Feiersinger und Sylvia Arnold traf Anne van Bonn den Ball vor dem Essener Tor nicht richtig. Sand versuchte das Spiel an sich zu reißen und nach einem Freistoß von Selina Wagner auf der linke Seite Höhe des Strafraums berührte Nationalspielerin Linda Dallmann den Ball im Strafraum mit der Hand. Gelb für Essens Spielmacherin und Anne van Bonn verwandelte den Elfmeter sicher zum 1:0 (5.). Die frühe Führung gab Sand aber keine Sicherheit. Essen gewann immer mehr Zweikämpfe, die Sander Abspiele wurden ungenau. Nach einem Konter über Dallmann scheiterte Sarah Freutel an SC-Torfrau Carina Schlüter (23.). Eine Minute zuvor hätte Linda Dallmann nach einem taktischen Foul an Sylvia Wagner möglicherweise die zweite gelbe Karte sehen müssen, doch Schiedsrichterin Hanna Schlemmer beließ es bei einer Ermahnung und einem Schulterklopfen. Danach drehte die Nationalspielerin immer mehr auf, wurde zum Dreh- und Angelpunkt und Carina Schlüter lenkte Dallmanns Schuss von der Strafraumgrenze an die Latte (24.). Einer Ecke Manjou Wilde an den langen Pfosten folgte ein Drehschuss von Freutel, den Schlüter gerade noch parierte (30.). Nach einer Flanke von Nina Burger hielt SGS-Torfrau Lisa Weiß einen Kopfball von Jana Vojtekova (35.). Vor der Pause hatte Essen durch Turid Knaak nach Vorarbeit von Dallmann zwei weitere Chancen. Sand rettete den knappen Vorsprung in die Halbzeit und hatte nach einem Konter über Isabelle Meyer und Verena Aschauer durch Jana Vojtekova den ersten gefährlichen Torschuss, den Weiß parierte. Dann hielt Weiß nach einer Sander Ecke einen Kopfball von Jenny Gaugigl (63.) und zwei Minuten später köpfte Ina Lehmann aus kurzer Distanz nach Freistoß von Dallmann den 1:1-Ausgleich (65.). Nina Burger hatte nach einem Konter und einer Flanke von Johanna Tietge die erneute Führung auf dem Fuß, doch nach einer starken Abnahme mit der Brust landete ihr Schuss in den Armen von Weiß. Essen bestimmte die Begegnung und Linda Dallmann krönte beim 2:1 ihre Leistung, indem sie mehrere Sander Abwehrspielerinnen wie Slalomstangen umspielte (80.). Mit einem unnötigen Rückpass setzte Sands Abwehr Torhüterin Carina Schlüter unter Druck, die im Zweikampf gegen Nicole Anyomi über den Ball trat und Lea Schüller erzielte Lea Schüller den 3:1-Endstand (87.). „Ich bin von der Art und Weise enttäuscht“, sagte Sascha Glass, der die Konzentration auf das Pokalspiel am Samstag beim Regionallisten 1. FC Riegelsberg einforderte.

SC Sand: Schlüter; Tietge, Caldwell, Vetterlein, Vojtekova (85. Santos), Feiersinger, van Bonn, Wagner (85. Wagner), Vojtekova, Arnold (46. Gaugigl), Burger.
SGS Essen: Weiß; Freutel (58. Schüller), Wilde, Dallmann, Ioannidou, Klasen, Anyomi (90. Ostermeier), Lehmann, Doorsoun-Khajeh, Hegering, Knaak (65. Feldkamp).
Zuschauer: 711.
Schiedsrichterin: Hanna Schlemmer (Nußbach).
Tore: 1:0 van Bonn (5., Handelfmeter), 1:1 Lehmann (65.), 1:2 Dallmann (80.), 1:3 Schüller (87.).

Bildunterschrift Bild oben: Burger/Feiersinger - Nach Zweikämpfen im Mittelfeld verloren die Sander zu schnell wieder den Ball.

Bildergalerie: Ralph Braun

Allianz Frauen-Bundesliga: SC Sand – SGS Essen

Torsten Walther28.09.2017

Nach dem überraschenden, aber verdienten Auswärtserfolg beim 1. FFC Frankfurt möchten die Frauen des SC Sand am Sonntag die ersten Heimpunkte einfahren. Um 11 Uhr trifft der Ortenauer Erstligist im Sander Orsay Stadion auf SGS Essen. Mit einem Sieg kann sich der SC vorerst im oberen Mittelfeld festsetzen.

Willstätt-Sand (uk). Von den ersten beiden Auswärtsspielen der Allianz Frauen-Bundesliga kam der SC mit optimaler Punktausbeute in die Ortenau zurück. Der Auftakterfolg bei Aufsteiger Werder Bremen war in der Höhe vielleicht nicht zu erwarten, doch der Sieg beim 1. FFC Frankfurt, einem der Topteams der Liga, war eine Überraschung. Noch nie konnte Sand aus dem Stadion am Brentanobad etwas Zählbares mitbringen und der einzige Erfolg gegen das Team aus der Mainmetropole kam am letzten Spieltag der vergangenen Saison in Sand zustande. „Ich denke, nach dem Schlusspfiff hat man der Mannschaft angesehen, dass es ein besonderer Sieg in Frankfurt war und aufgrund der zweiten Halbzeit klar verdient“, sagte SC-Trainer Sascha Glass nach dem Auswärtsdreier an seiner einstigen Wirkungsstätte. Die besseren Chancen seien auf Seite des SC Sand gewesen: „Ausschlaggebend war, dass wir in der 2. Halbzeit früher und besser in die Zweikämpfe gekommen sind und taktisch sehr diszipliniert gespielt haben. Die Sander Zuschauer haben ihr Übriges dazu beigetragen und die Mannschaft lautstark unterstützt. Vielen Dank nochmal dafür“. Mit Essen kommt ein Team ins Orsay Stadion, das sich in den vergangenen Jahren hinter den vier besten Mannschaften der Liga etabliert hat. Die beiden Heimspiele gegen Bayern München und 1899 Hoffenheim gingen verloren, auswärts wurde klar mit 5:2 beim zweiten Aufsteiger 1. FC Köln gewonnen. Ziel von Sascha Glass ist es, vor heimischem Publikum dem Gast das eigene Spiel aufzudrücken: „Essen hat viele gute Offensivspielerin mit hohen Tempo und mit Linda Dallmann eine Spielerin, die jederzeit in der Lage ist, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Wir haben Essen analysiert und hoffen wie in den vergangenen Spielen die richtigen Gegenmittel zu finden“. Weiterhin fehlen wird Anna Schlarb, die sich im Individualtraining befindet. Bei Claire Savin, die wieder mittrainiert, muss noch abgewartet werden. Nach ihrer Gelb-Rot-Sperre kehrt Jana Vojtekova wieder in den Kader zurück. „Wir wollen die nächsten Punkte einfahren. Das wäre bei dem schwierigen Auftaktprogramm eine gelungene Sache“, gibt sich Sands Trainer zuversichtlich. Nach der Begegnung legt die Bundesliga eine Pause ein und Sand tritt am 7. Oktober im DFB-Pokal beim Regionalligisten 1. FC Riegelsberg an.  

Allianz Frauen-Bundesliga: 1. FFC Frankfurt – SC Sand 1:2 (1:1)

Torsten Walther24.09.2017

Sand holt in Frankfurt zweiten Auswärtssieg der Saison

Sand holt in Frankfurt zweiten Auswärtssieg der Saison

In einer offensiv und couragiert geführten Begegnung gelang dem Ortenauer Fußball Erstligist SC Sand am dritten Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga ein 2:1-Erfolg beim 1. FFC Frankfurt. Den Siegtreffer beim zweiten Auswärtssieg der Saison erzielte Verena Aschauer unmittelbar nach der Halbzeitpause mit einem direkt verwandelten Eckball.

Frankfurt (uk). Zum ersten Mal gelang dem SC Sand ein Sieg im Stadion am Brentanobad. SC-Trainer Sascha Glass hatte seine Startformation gegenüber der Heimniederlage gegen Wolfsburg auf einer Position verändert. Für die nach einer gelb-roten Karte gesperrte Jana Vojtekova rückte Leticia Santos ins Team und schirmte auf der rechten Abwehrseite nicht nur die Vorstöße ihrer ehemaligen Mitspielerin Cecilie Sandvej ab, sondern schaltete sich immer wieder in die Offensive ein. Sand igelte sich nicht vor dem eigenen Strafraum ein, sondern suchte durch frühes Stören im Mittelfeld selbst den Ball zu kontrollieren. Nach vier Minuten musste Carina Schlüter einen Schuss der durchbrechenden Ana-Maria Cmogorcevic parieren. Frankfurt hatte hingegen Glück bei einem Sander Konter über Isabelle Meyer und Nina Burger, dass Laura Feiersinger beim Abschluss nur die Latte traf (9.). Dann fiel doch die Führung der Gastgeberinnen. Sophie Schmidt passte auf Margarita Gidion, deren Schuss Schlüter nur abklatschen konnte und die Japanerin Kumi Yokoyama traf zum 1:0 (14.). Doch die Gäste aus dem Hanauerland griffen weiterhin früh an und Laura Feiersinger überwand nach Zuspiel von Nina Burger Frankfurts Torfrau Bryane Heaberlin zum 1:1 (18.). Zwei Minuten später klärte Anne van Bonn im eigenen Strafraum nach einem Doppelpass zwischen Yokoyama und Cmogorcevic und einer Parade von Schlüter. Es blieb die letzte gefährliche Torchance des FFC, der gegen die immer sicher stehende Defensive und das frühe Pressing der Sander kein Mittel fand. Kurz nach dem Seitenwechsel köpfte Verena Aschauer nach einem Freistoß an die Latte und die Frankfurter Abwehr klärte zur Ecke. Diese führte Aschauer von der rechten Angriffsseite selbst aus und zirkelte den Ball vor das Tor. Bryane Heaberlin faustete den Ball erst hinter der Torlinie wieder ins Spielfeld zurück und Schiedsrichterin Susann Kunkel entschied auf Tor für Sand und auf 2:1 für die Gäste (49.), die in der Folge immer mehr Spielanteile erhielten. Heaberlin parierte anschließend einen Schuss von Leticia Santos und zeigte bei einem Kopfball von Burger nach Ecke Feiersinger erneut Unsicherheiten (56.). Carina Schlüter bekam nur wenig zu tun und war nach einer Flanke von Janina Hechler vor Yokoyama am Ball (60.). Fünf Minuten später verfehlte die freistehende Nina Burger mit einem Heber das FFC-Tor nur um Zentimeter und nach einer Flanke von Feiersinger wurde ein Burger-Treffer wegen Abseitsstellung nicht anerkannt (87.). In der Nachspielzeit hielt Schlüter noch einen Freistoß der eingewechselten Julia Matuschewski und danach war das Spiel vorbei. „Wir sind froh und aufgrund der zweiten Halbzeit war der Sieg verdient“, sagte Laura Feiersinger, die wie alle eingesetzten Nationalspielerinnen nach den Länderspielen keine Ermüdungserscheinungen zeigte. „Jetzt sind wir unseren Fans einen Heimsieg schuldig“, sagte sie im Hinblick auf die nächste Begegnung am Sonntag im Orsay Stadion um 11 Uhr gegen SGS Essen.

  • 1. FFC Frankfurt: Heaberlin; Sandvej (81. Matuschewski), Hendrich, Gidion, Agg (26. Störzel), Yokoyama, Schmidt (72. Ebert), Prießen, Hechler, Cmogorcevic, Pawollek.
  • SC Sand: Schlüter; Santos, Caldwell, Vetterlein, Tietge, Feiersinger, van Bonn, Wagner, Aschauer, Meyer (90. Gaugigl), Burger.
  • Zuschauer: 1310.
  • Schiedsrichterin: Susann Kunkel (Hamburg).
  • Tore: 1:0 Yokoyama (14.), 1:1 Feiersinger (18.), 1:2 Aschauer (49.).

Allianz Frauen-Bundesliga: 1. FFC Frankfurt – SC Sand

Torsten Walther22.09.2017

Rückkehr von Glass und Junker an einstiger Wirkungsstätte

Nach der Länderspielpause eröffnet der Ortenauer Fußball Erstligist am Sonntag um 11 Uhr im Auswärtsspiel beim 1. FFC Frankfurt den dritten Spieltag der Frauen Bundesliga. Die Begegnung wird frei im DFB-TV sowie für Nutzer von Telecom Sport im Fernsehen übertragen.

Willstätt-Sand (uk). In zwei Jahren findet die Fußball Weltmeisterschaft der Frauen in Frankreich statt. In dieser und der vergangenen Woche wurden die ersten Qualifikationsspiele ausgetragen, für die auch Spielerinnen des SC Sand abgestellt waren. Während Torfrau Carina Schlüter bei den deutschen Siegen gegen Slowenien und in der Tschechei nicht zum Einsatz kam, feierte das österreichische Trio Verena Aschauer, Nina Burger und Laura Feiersinger einen 4:0-Auswärtssieg in Serbien (mit Dina Blagojevic), zu dem Burger drei Tore beisteuerte. Auch Diane Caldwell gelang mit Irland ein 2:0-Erfolg beim Inselrivalen Nordirland, während Jana Vojtekova mit der Slowakei in Norwegen mit 1:6 unter die Räder kam. Und Leticia Santos bestritt mit Brasilien zwei Länderspiele in Australien. Für Sands Trainer Sascha Glass bedeutete die Abwesenheit mehrerer Nationalspielerinnen auch eine Einschränkung in der Vorbereitung auf die Begegnung am Sonntag beim 1. FFC Frankfurt. Im Sommer wechselte Cecilie Sandvej aus der Ortenau zum erfolgreichsten deutschen und europäischen Frauenverein. Für Sascha Glass hingegen ist es die Rückkehr zum einstigen Wirkungsort Frankfurt. Dort war er zwischen 2011 und 2014 sowohl im Nachwuchsbereich als auch als Trainer der zweiten Mannschaft erfolgreich tätig und führte die Erstligamannschaft des FFC in den letzten fünf Spielen der Saison 2012/13 auf Platz drei. Auch Co-Trainerin Mirella Junker bestritt zwischen 2008 und 2014 für Frankfurt 132 Zweitligaspiele. Wen Sascha Glass letztendlich gegen seinen ehemaligen Verein aufbieten kann, hängt vom Gesundheitszustand und der körperlichen Verfassung der Nationalspielerinnen ab, die aus den verschiedenen Ländern zu unterschiedlichen Zeitpunkten nach Sand zurückkehrten.

Kontakt

SC Sand 1946 e.V.
Kühnmatt 3
77731 Willstätt

info@scsand-frauen.de
http://www.scsand-frauen.de

 
 
Presstrade Group
Hilzinger GmbH
Allianz Frauen Bundesliga
Telekom Sport