Allianz Frauen-Bundesliga: SC Sand – 1. FFC Turbine Potsdam

Torsten Walther14.12.2017

Letztes Pflichtspiel des Jahres für Sander Bundesligafrauen

Willstätt-Sand (uk). Nach der Absage der Begegnung beim Schlusslicht MSV Duisburg – ein Nachholtermin steht noch nicht fest – konnte sich der Ortenauer Erstligist SC Sand schon auf das letzte Pflichtspiel des Jahres vorbereiten. „Wir haben ganz normal trainiert und aufgrund des Wetters die eine oder andere Einheit im Fitness Studio absolviert“, sagte SC-Trainer Sascha Glass und fügte hinzu: „Am Wochenende hatte die Mannschaft frei. Das kam der einen oder anderen angeschlagenen Spielerin und den Nationalspielerinnen mit hoher Belastung entgegen“. Diese Woche galt es dann, den Fokus auf Potsdam zu legen. Die Gäste aus Brandenburg sind nach zehn Spieltagen als einzige Mannschaft noch ungeschlagen und belegen nach vier Siegen und sechs Unentschieden mit fünf Punkten Vorsprung auf Sand und einer mehr ausgetragenen Begegnung Rang fünf. Sascha Glass sieht im schnellen Umschaltspiel der „Turbinen“ die besondere Stärke der Mannschaft: „Potsdam hält sich nicht lange im Ballbesitz auf, sondern versucht so schnell wie möglich ihre schnellen Spitzen ins Szene zu setzen. Sie hatten im letzten Spiel gegen Hoffenheim eine Vielzahl von Chancen. Das Ergebnis hätte durchaus noch höher ausfallen können.“ Neben den derzeit aktuellen deutschen Nationalspielerinnen Johanna Elsig, Bianca Schmidt, Tabea Kemme und Svenja Huth gehört unter anderem mit der Österreicherin Sarah Zadrazil eine der Mannschaftskolleginnen von Verena Aschauer, Nina Burger und Laura Feiersinger zum Kader, die bei der Europameisterschaft den Sprung ins Halbfinale schaffte. „Das wird eine schwierige Aufgabe. Wir müssen als Team äußerst geschlossen auftreten. Wenn wir das tun, haben wir auch in diesem Spiel die Chance zu punkten“, erklärte Sascha Glass. Fehlen werden bei Sand die langzeitverletzte Anna Schlarb und Jennifer Gaugigl aufgrund gesundheitlicher Probleme. Nach 13 Punkten aus neun Spielen zog Sascha Glass vor dem Ende der Vorrunde auch ein kurzes Fazit: „Wir sind mit der Entwicklung der Mannschaft sehr zufrieden, haben aber auch noch einiges an Arbeit vor uns. Mit einem kleinen Kader haben wir aber unsere Ausfälle immer wieder gut kompensiert. Es ist ein homogenes Team, das ist wichtig. Ich denke, für einige Spielerinnen kommt die Pause nach dem Potsdam Spiel zum richtigen Zeitpunkt.“ Mit einem Erfolg am Sonntag und dem möglicherweise ersten Heimsieg gegen Potsdam wäre Sand vor der kurzen Winterpause mehr als im Soll. Offizieller Trainingsbeginn ist am 8. Januar 2018.

Allianz Frauen-Bundesliga: MSV Duisburg – SC Sand

Torsten Walther07.12.2017

Am vorletzten Spieltag der Vorrunde reist der Ortenauer Fußball Bundesligist SC Sand zum MSV Duisburg. Die Begegnung im PCC-Stadion VfB Homburg beginnt am Sonntag um 11 Uhr, wenn die Platzverhältnisse überhaupt ein Spiel zulassen.

Willstätt-Sand (uk). Die Bundesliga-Begegnung beim bisher punktlosen Schlusslicht MSV Duisburg wird für die Frauen des SC Sand zur Hängepartie. „Unsere Geschäftsstellenleiterin Claudia von Lanken bekam am Mittwoch mitgeteilt, dass die Stadt den Platz gesperrt hat“, sagte Sands Trainer Sascha Glass. Er wird seine Mannschaft dennoch intensiv auf das letzte Auswärtsspiel in diesem Jahr vorbereiten und würde gerne in Duisburg als auch eine Woche später daheim gegen Potsdam die Vorrunde ohne Nachholspiel beenden. Nach dem Sieg im DFB-Pokal in Köln und dem Einzug ins Viertelfinale wäre ein Erfolg in Duisburg ein weiterer Schritt vom Tabellenende weg und durch das Aufeinandertreffen von Potsdam und Hoffenheim auch eine Verbesserung in der Tabelle möglich. Sands Trainer lobte nochmals die professionelle Einstellung seiner Mannschaft beim Pokalspiel, die sich trotz zeitlicher Verlegung um eine Stunde nach hinten und den ganzen Turbulenzen rund um das Geißbockheim konzentriert auf das Spiel vorbereitet hat und sich fast nicht aus der Ruhe bringen ließ. „Die Umstände in Köln hatten nicht viel mit einer vernünftigen Vorbereitung auf ein Achtelfinale im DFB-Pokal zu tun“, war für Sascha Glass unter anderem die mangelhafte Kommunikation ein Ärgernis. Doch jetzt gilt der Blick nach vorne und auf die restlichen beiden Spiele der Vorrunde, die Glass mit einem fast kompletten Kader angehen kann. Bis auf die Langzeitverletzte Anna Schlarb sind wieder alle Spielerinnen fit und auch die zuletzt durch Länderspiele etwas müde wirkenden Nationalspielerinnen standen nach zwei freien Tagen am Mittwoch wieder frisch und ausgeruht auf dem Trainingsplatz. Sands Trainer warnt aber, den Gegner aufgrund des Tabellenstandes zu unterschätzen: „Das wird ein hartes Stück Arbeit.“ Duisburg habe bisher in acht von neun Saisonspielen nur knappe Niederlagen mit einem Tor Unterschied hinnehmen müssen und zuletzt in Hoffenheim zahlreiche Chancen ausgelassen. Ein Selbstläufer werde die Partie daher nicht, wenn sie überhaupt stattfindet.

Regionalliga Süd Frauen: SC Regensburg – SC Sand II

Torsten Walther07.12.2017

Willstätt-Sand (uk). Am zweiten Spieltag der Rückrunde und in der letzten Begegnung vor der Winterpause reist die Regionalligareserve des SC Sand in die Oberpfalz. Am Sonntag um 11 Uhr tritt die Mannschaft beim SC Regensburg an. Gegen den Vorletzte gelang im Heimspiel nur ein knapper 1:0-Erfolg. Den Treffer erzielte Madeleine Kurek in der 88. Minute. Doch der Fünfte der vergangenen Saison ist von Saisonziel oben mitspielen weit entfernt. Sand hingegen steht auf Platz vier in Kontakt zu Tabellenführer Eintracht Frankfurt und kann mit einem Sieg weiter nach oben rutschen.

Achtelfinale DFB-Pokal Frauen: 1. FC Köln – SC Sand 1:2 (0:0)

Torsten Walther04.12.2017

Köln (uk). Die Sander Frauen bekamen den Wirbel um die Entlassung von FC-Coach Peter Stöger unmittelbar zu spüren. Da das Training der Männer von 10 auf 13 Uhr verlegt worden war und die Pressekonferenz im Geißbock-Heim dieses noch um eine weitere halbe Stunde verzögerte, wurde der ursprünglich auf 14 Uhr geplante Anpfiff des Pokalspiels der Frauen um eine Stunde nach hinten verschoben. „Aufgrund dieser Umstände und den Aktionen rund um das Spiel sind wir froh, dass wir eine Runde weiter sind“, sagte SC-Geschäftsstellenleiterin Claudia von Lanken. Sand hatte in der ersten Halbzeit ein deutliches Übergewicht im Ballbesitz, kam aber nur zu wenigen Strafraumaktionen. Der erste und lange einzige konsequent geführte Spielzug über die rechte Seite endete mit einer Flanke auf die frei stehende Isabelle Meyer, die im Rutschen nicht kontrolliert zum Abschluss kam (20.). Nach einem Kölner Freistoß klärte Jana Vojtekova für die schon geschlagene Torfrau Carina Schlüter auf der Linie (40.). Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde Sand noch überlegener, doch es fehlten weiterhin die Torraumszenen. Köln hingegen wartete bei leichtem Schneetreiben auf gefährliche Kontermöglichkeiten. Der Sander Führung ging ein Freistoß von Jana Vojtekova voraus, den Köln zu kurz klärte. Verena Aschauer nahm den Abpraller an der Strafraumgrenze an und traf zum 1:0 volley unter die Latte (72.). Danach ließ sich Sand ein wenig nach hinten fallen und verlor etwas den Zugriff aufs Spiel. Sechs Minuten vor Spielende wurde Nina Burger im Strafraum zu Fall gebracht. Anne van Bonn verwandelte den Strafstoß sicher flach unten rechts zum 2:0 (84.), Doch Köln gab postwendend eine Antwort. Sand konnte einen Ball nicht richtig aus der Gefahrzone klären und Karoline Kohr erzielte mit einem Schuss volley in den Winkel den 1:2-Anschlusstreffer. Amber Hearn hatte kurz vor Spielende noch die Möglichkeit zum Ausgleich und Milena Nikolic wurde beim Kontern geblockt. Es blieb beim 2:1-Erfolg des SC Sand, der am Sonntag in der Bundesliga beim Aufsteiger MSV Duisburg antritt.

1. FC Köln: Kremer; Kirschbaum, Hearn, Dej (67. Pyko), Kohr, Hopfengärtner, Nietgen, Frommont (70. Meßmer), Gosch, Hild, J. Arnold.
SC Sand: Schlüter; Santos, Caldwell, Vetterlein, Aschauer, Feiersinger (86. Savin), van Bonn, Meyer (46. Nikolic), Tietge (90. Wagner), Vojtekova, Burger.
Zuschauer: 120.
Schiedsrichterin: Susann Kunkel (Hamburg).
Tore: 0:1 Aschauer (72.), 0:2 van Bonn (84., Foulelfmeter), 1:2 Kohr (85.).
Besonderes Vorkommnis: Spielbeginn verzögerte sich um eine Stunde aufgrund des Trainings der Kölner Herren.

DFB-Pokal Frauen: 1. FC Köln – SC Sand

Sebastian Fürderer30.11.2017
Burger

Willstätt-Sand (uk). Am 19. Mai 2018 findet in Köln das Finale im DFB-Pokal statt. Der zweifache Endspielteilnehmer SC Sand möchte zum dritten Mal in Folge aktiv an diesem für den deutschen Frauenfußball wichtigsten Termin teilnehmen. Am Sonntag muss die Mannschaft von SC-Trainer Sascha Glass auswärts beim 1. FC Köln erst mal die Hürde Achtelfinale überspringen. Auf dem Rasenplatz 7 des Rhein-Energie-Sportparks am Geißbockheim wird Sand auf einen motivierten Gegner treffen, der den Traum vom Finale in der eigenen Stadt lebt. Und sich nach dem ersten Aufeinandertreffen in der Bundesliga Ende Oktober mit zwei Siegen in Duisburg und gegen Jena vorerst von den Abstiegsplätzen entfernt hat. „Ich habe schon beim 3:0 in Sand gesagt, dass Köln eine gute Mannschaft besitzt“, bemerkte Sascha Glass. Auch das Spiel in Sand stand trotz des frühen Führungstreffers von Nina Burger lange auf Messers Schneide. Trotz mehr Ballbesitz ließ sich der SC zeitweise in die Defensive drängen. Zudem wurden die Torchancen nicht genutzt. Wie schon vor den ersten beiden Pokalrunden waren wieder zehn SC-Spielerinnen mit den Nationalmannschaften unterwegs. Die weiteste Heimreise musste Leticia Santos auf sich nehmen, die mit Brasilien zwei Testspiele in Chile bestritt. Torfrau Carina Schlüter stand wieder im Kader der DFB-Elf beim Sieg gegen Frankreich. Angeschlagen kehrten Nina Burger und Verena Aschauer vom WM-Qualifikationsspiel gegen Spanien in Palma de Mallorca zurück. Mit dem vorhandenen Kader zogen Sascha Glass und Co-Trainerin Mirella Junker das Training normal durch. „Wir können keine großen Spielformen machen, decken aber alles ab. Es dürfte am Sonntag ein harter Fight werden, wollen aber nochmals alles reinwerfen“, sagte Sascha Glass. Da Sylvia Arnold seit dem Spiel gegen Jena über Beschwerden am Knie klagt, wird es kein Aufeinandertreffen mit ihrer Zwillingsschwester Julia kommen, die im Sommer wie Torjägerin Amber Hearn aus Jena nach Köln wechselte. Fehlen wird weiterhin Anna Schlarb, während Selina Wagner nach längerer Verletzungspause wieder im Kader stehen könnte.

Regionalliga Süd: SC Sand II – SV Alberweiler

Sebastian Fürderer30.11.2017

Willstätt-Sand (uk). Nach dem knappen Heimsieg gegen Frauenbiburg tritt die Reserve des SC Sand am Sonntag um 14 Uhr in der Fußball Regionalliga Süd erneut im eigenen Stadion an. Gegner am ersten Rückrundenspieltag ist der Tabellenzweite und Aufsteiger SV Alberweiler, der noch ein Nachholspiel gegen Würzburg austragen muss. Beide Mannschaften liegen gemeinsam mit Eintracht Frankfurt zwei Punkten hinter Spitzenreiter Weinberg. Das Hinspiel endete 1:0 für Alberweiler.

Allianz Frauen-Bundesliga: SC Sand – FF USV Jena 1:0 (0:0)

Torsten Walther19.11.2017

Milena Nikolic schießt Sander Frauen zum Sieg

Milena Nikolic schießt Sander Frauen zum Sieg

Mit einem knappen 1:0-Erfolg gegen den abstiegsgefährdeten FF USV Jena vergrößerte der Ortenauer Fußballer Erstligist SC Sand den Abstand zu der Abstiegszone. Den Siegtreffer erzielte die eingewechselte Milena Nikolic.

Willstätt-Sand (uk). Geduld war angesagt bei den 580 Zuschauern im Orsay-Stadion im Bundesligaspiel zwischen dem Pokalfinalisten und den abstiegsbedrohten Gästen aus Thüringen. Sands Trainer Sascha Glass hatte die Mannschaft gegenüber dem Unentschieden gegen Freiburg auf einer Position verändert. Für die unter der Woche angeschlagene Sylvia Arnold spielte Isabelle Meyer im Angriff. Die erste Strafraumszene für Sand hatte Nina Burger nach einem Eckball von Laura Feiersinger, doch der Kopfball ging knapp am Gästetor vorbei (10.). Der SC hatte mehr Spielanteile, ohne sich gegen die laufstarken Gäste entscheidend in den Strafraum zu kombinieren. Nach knapp einer Viertelstunde klärte Diane Caldwell nach einer Flanke von Luca Maria Graf vor der einschussbereiten Amelia Pietrangelo. Leticia Santos trat den Ball anschließend im Nachschuss knapp über das Jenaer Tor (18.). Mitte der ersten Halbzeit befreite sich der USV immer mehr vom Druck und kam zu einigen Kontern, die aber keine Gefahr für das Tor von Carina Schlüter brachten. In der Halbzeitpause wechselte Sascha Glass zweimal aus. Für die angeschlagene Laura Feiersinger kam Claire Savin und für Isabelle Meyer Sylvia Arnold. Sand entwickelte wieder mehr Druck und setzte sich in der Hälfte der Gäste fest. Diese liefen nach einer SC-Ecke mit Susann Utes und Luca Maria Graf einen Konter, dessen Abschluss schwach war (50.). Nach einer Flanke von Jana Vojtekova traf Leticia Santos freistehend die Querlatte (57.). Sands Chancen nahmen zu. Justin Odeurs fischte nach einer Flanke von Savin den Ball vom Kopf von Arnold (63.) und Vetterlein köpfte einen Freistoß von Vojtekova knapp neben das Tor (65.). Eine Minute später vergab Verena Aschauer freistehend aus kurzer Distanz. Santos, die nach der Halbzeit im rechten Mittelfeld für viel Wirbel sorgte, verfehlte nach Vorlage Burger wieder nur knapp das Tor. In der 72. Minute wurde Anne van Bonn im Strafraum zu Fall gebracht und führte den Strafstoß selbst aus. Doch ihr flach geschossener Schuss landete am linken Torpfosten. Jena stand unter Druck und Sascha Glass wechselte mit Milena Nikolic eine dritte Stürmerin ein (78.). Fünf Minuten später traf die bosnische Nationalspielerin nach Flanke von Savin aus der Drehung zum 1:0 (83.). Doch die späte Führung gab Sand keine Sicherheit. Jena warf am Ende nochmals alles nach vorne, zum Ausgleich reichte es aber nicht mehr. „Wir haben in der ersten Halbzeit viel zu hektisch gespielt, hatten zu viele Ballverluste. Aber es war wichtig, dass die Mannschaft auch nach 80 Minuten noch ruhig blieb und nicht hektisch wurde“ sagte Sascha Glass und fügte hinzu: „Aufgrund der vielen Chancen in der zweiten Halbzeit war der Sieg verdient.“ Vor dem DFB-Pokalspiel am 3. Dezember beim 1. FC Köln ist nochmals eine Länderspielpause, danach spielt Sand beim punktlosen MSV Duisburg und erwartet eine Woche vor Heiligabend im letzten Vorrundenspiel Turbine Potsdam im Orsay-Stadion.

SC Sand: Schlüter; Santos, Caldwell, Vetterlein, Aschauer, Feiersinger (46.. Savin), van Bonn, Tietge, Vojtekova (78. Nikolic), Meyer (46. Arnold), Burger.
FF USV Jena: Odeurs; Bott, Woeller, Utes, Pietrangelo (85. King), Sedlackova, Heinze, Graf, Graser, Herrmann (75. Seiler), Tellenbröker.
Zuschauer: 580.
Schiedsrichterin: Laura Duske (Brühl).
Tor: 1:0 Nikolic (83.).
Verschossener Foulelfmeter: Anne van Bonn (Sand) triff den Pfosten (72.).

Bilder: Ralph Braun

SC Sand – FF USV Jena

Sebastian Fürderer17.11.2017
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Willstätt-Sand (uk). Es war ein starker Auftritt des SC Sand am vergangenen Wochenende im Derby gegen den Tabellenführer aus Freiburg. „Die Mannschaft hat wie in allen Spielen nach Essen viel Leidenschaft gezeigt, so wollen wir das sehen“, war SC-Trainer Sascha Glass über den Punktgewinn und die Leistung des Teams. In allen Bereichen würde die Mannschaft inzwischen Schritte nach vorne machen: „Es gibt aber noch einiges zu tun und ein Thema ist die Chancenverwertung.“ Was kein Vorwurf an einzelne Spielerinnen sein soll. Jana Vojtekova hatte nach dem überragenden Freistoßtor zum 2:1 sogar die Vorentscheidung auf dem Fuß, doch verlor die Kontrolle über den Ball. Statt flach zu schießen ging der Schuss über die Querlatte. Gegen den Vorletzten aus Jena wird der Torabschluss wieder wichtig sein. Den Gästen gelang in acht Spielen nur ein Unentschieden im Heimspiel gegen Aufsteiger Werder Bremen. Die zehnte Bundesligasaison ist für den Erstligisten aus Thüringen die schwerste Spielzeit seit dem Aufstieg 2008. Im Sommer verließen viele Leistungsträgerinnen den Verein. Ein Aderlass, der Trainerin Katja Greulich vor gewaltige Probleme stellt. Unter den acht Neuzugängen ist auch Torfrau Antonia Knupfer, die von Sand zum USV wechselte, aber hinter Belgiens Nationaltorfrau Justin Odeurs noch zu keinem Bundesligaeinsatz kam. „Mit einem Sieg können wir einen großen Schritt in die richtige Richtung machen“, sagte Sascha Glass, der den Abstand zum Tabellenende vergrößern möchte. Nach der folgenden Länderspielpause tritt Sand zuerst im DFB-Pokal in Köln an und reist am zweiten Dezemberwochenende zum Schlusslicht MSV Duisburg. Daher sei es gut, mit einem Erfolgserlebnis in die Pause zu gehen, in der wieder zehn Spielerinnen für ihre Nationalteams auflaufen werden. Wie schon gegen Freiburg werden Selina Wagner und Anna Schlarb fehlen. Sylvia Arnold kämpfte diese Woche mit einer Muskelverhärtung und ihr Einsatz wird sich kurzfristig entscheiden.

Allianz Frauen-Bundesliga: SC Sand – SC Freiburg 2:2 (1:0)

Allianz Frauen-Bundesliga: SC Sand – SC Freiburg 2:2 (1:0)

Torsten Walther12.11.2017
SC Sand – SC Freiburg 2:2 (1:0)

Bei schwierigen Bodenverhältnissen im Orsay Stadion endete das südbadische Derby der Allianz Frauen-Bundesliga zwischen dem SC Sand und dem SC Freiburg 2:2. Fünf Minuten vor Spielende erzielte Freiburgs Nationalspielerin Lina Magull den späten Ausgleichstreffer.

Willstätt-Sand (uk). Zum ersten Mal reiste der SC Freiburg als Tabellenführer der Fußball Bundesliga zu einem Auswärtsspiel. Pikanterweise zum südbadischen Derby nach Sand. Neben der Rivalität zwischen beiden Vereine sorgten langandauernde Regenfälle und der starke Wind für zusätzliche Reizpunkte. Während bei Sand die angeschlagene Ex-Freiburgerin Selina Wagner noch pausieren musste, musste der Spitzenreiter aus dem Breisgau wegen einer Grippeerkrankung auf Carolin Simon verzichten. Zu Beginn stand Sands Torfrau Carina Schlüter im Blickpunkt. Zuerst klärte sie gegen die außen durchbrechende Lena Petermann (1.), dann parierte sie nach Vorlage von Lina Magull einen Schuss der freistehenden Jobina Lahr. Die Gäste kamen in der ersten Viertelstunde mehrfach zu Strafraumszenen, dann befreite sich Sand über den Kampf immer mehr aus der Umklammerung. Nach den ersten Abschlüssen erkämpfte sich Sylvia Arnold, im Sommer wie Wagner aus Freiburg nach Sand gewechselt, an der Außenlinie einen Eckball. Verena Aschauer trat die Ecke vor den langen Pfosten und der Ball fiel nach missglückter Kopfballabwehr von Sarah Puntigam zum 1:0 ins Freiburger Tor (24.). Der SCF hatte danach weiterhin mehr Ballbesitz, doch Sand stand in der Abwehr deutlich besser. Nach einer Flanke von Giulia Gwinn verpasste Hasret Kayikci nach einer Direktannahme den Ausgleich (29.). Ein schneller Konter mit Pass von Nina Burger nach links zu Jana Vojtekova ermöglichte die nächste Sander Chance. Doch Nationaltorhüterin Laura Benkarth lenkte den Schuss aus 18 Metern im letzten Moment über die Latte. Mit dem Wind im Rücken bestimmte Sand nun bis zur Halbzeitpause die Begegnung, ohne sich weitere zwingende Chancen zu erspielen. Freiburg kam zu Beginn der zweiten 45 Minuten wie schon in Halbzeit eins mit viel Schwung aus der Kabine. Der SCF stand höher und erzwang Sander Ballverluste. Nach Flanke von Julia Simic verpasste zuerst Giulia Gwinn den Ausgleich (49.) und eine Minute später verfehlte Lina Magull nur knapp das Sander Tor. Nachdem die Gastgeberinnen den Ball nicht aus dem Strafraum befördern konnten, kam ein Abpraller zu Klara Bühl, die flach zum 1:1 (54.) traf. Doch Sands Antwort kam prompt. Carolin Schiewe foulte Nina Burger 20 Meter vor dem Tor und Jana Vojtekova verwandelte den Freistoß rechts oben unter die Latte zur 2:1-Führung für Sand (58.). Zehn Minuten später lenkte Carina Schlüter einen Schuss von Kayikci mit einer starken Parade zur Ecke. Sand kam nur noch sporadisch in Richtung Freiburger Strafraum. Nach Vorlage von Anne van Bonn stand Jana Vojtekova plötzlich frei, vergab aber die Möglichkeit, die Führung auszubauen. Freiburgs Druck wurde immer stärker und nach einer Flanke von Gwinn köpfte Lina Magull am Fünfmeterraum freistehend den 2:2-Ausgleich (85.).  Die Gäste drängten anschließend noch auf den Siegtreffer, doch Sand brachte das Unentschieden über die Zeit. „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, auch wenn wir nicht alles verhindern konnten“, sagte Sands Trainer Sascha Glass und freute sich über die Standardstärke: „Wie üben das jeden Freitag im Training und hängen extra eine halbe Stunde dran.“ Für SCF-Trainer Sven Scheuer war das Auslassen der Chancen Grund für das Unentschieden: „Letzte Woche hatten wir gegen Wolfsburg das Glück, dieses Mal das Pech. Das Spiel könnte auch 7:3 für uns enden.“ Freiburg bleibt auch im achten Spiel ungeschlagen. Sand empfängt am Sonntag in einem weiteren Heimspiel den abstiegsgefährdeten USV Jena.

SC Sand: Schlüter; Santos, Caldwell, Vetterlein, Aschauer, Feiersinger (88. Savin), van Bonn, Tietge, Vojtekova (90.+2 Nikolic), Arnold (75. Meyer), Burger.
SC Freiburg: Benkarth; Gwinn, Schiewe Puntigam, Lahr, Bühl, Simic (67. Minge), Fellhauer (86. Knaak), Magull, Kayikci, Petermann (46. Hegenauer).
Zuschauer: 725.
Schiedsrichterin: Marina Wozniak (Herne).
Tore: 1:0 Aschauer (24.), 1:1 Bühl (54.), 2:1 Vojtekova (58.), 2:2 Magull (85.).

Bilder : Ralph Braun

Regionalliga Süd Frauen: SC Sand - SpVgg Greuther Fürth

Sebastian Fürderer11.11.2017

Im Anschluss an das südbadische Derby zwischen den Bundesligateams SC Sand und des SC Freiburg treffen am Sonntag um 14 Uhr in der Frauen Regionalliga Süd der SC Sand II und Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth aufeinander. Nach dem deutlichen 5:1-Erfolg beim FV Löchgau belegt die Sander Reserve punktgleich mit Tabellenführer SV Alberweiler bei einer mehr ausgetragenen Begegnung Platz zwei. Während der Spitzenreiter ein Heimspiel gegen den unmittelbaren Konkurrenten Wacker München austrägt, ist Sand gegen den Tabellenletzten Fürth klarer Favorit. Der Aufsteiger aus Franken musste in den bisherigen Spielen einige hohe Niederlagen einstecken und dabei Lehrgeld bezahlen. Der einzige Sieg gelang am siebten Spieltag im innerbayrischen Duell beim Vorletzten SC Regensburg. Sand hingegen konnte die klare Auswärtsniederlage zu Beginn der englischen Woche in Weinberg gut wegstecken und erzielte gegen Frankfurt und Löchgau insgesamt elf Tore. So viele Treffer gelangen Fürth in den bisherigen zehn Begegnungen. Für die Mannschaft von Trainerin Fabienne Breisacher wäre es aber fatal, die Gäste anhand ihres Tabellenstandes zu unterschätzen.

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