DFB-Pokalfinale Frauen: SC Sand – VfL Wolfsburg 1:2 (0:0)

Torsten Walther, 29.05.2017

DFB-Pokalfinale Frauen: SC Sand – VfL Wolfsburg 1:2 (0:0)

Der VfL Wolfsburg holte zum dritten Mal in Folge den DFB-Pokal der Frauen. In einem packenden und ausgeglichenen Finale setzte sich der neue deutsche Meister im Kölner Rheinenergie-Stadion nach torloser erster Halbzeit wie schon im Vorjahr mit 2:1 gegen den Ortenauer Ligakonkurrenten SC Sand durch.

Köln (uk). Auch in der Neuauflage des Pokalfinales 2016 setzte sich der VfL Wolfsburg gegen den SC Sand mit 2:1 durch. Die Partie im Rheinenergie-Stadion war von der sengenden Hitze ebenso geprägt wie von der Ausgeglichenheit beider Mannschaften. Während Sand im vergangenen Jahr zu Beginn noch mit etwas Ehrfurcht vor dem neuen Umfeld zu kämpfen hatte, hielt die Mannschaft von SC-Trainer Richard Dura von Anfang an dagegen und ließ mit einer kompakten Defensive und einem sicheren Umschaltspiel den VfL kaum ins Spiel kommen. Sand störte sehr früh und lief über Jovana Damnjanovic und Laura Feiersinger gleich den ersten guten Angriff. Im Gegenzug prüfte Caroline Hansen mit einem Fernschuss SC-Torfrau Carina Schlüter, die später von Pernille Harder das einzige Mal ernsthaft geprüft wurde (25.). Auf der Gegenseite verfehlten Verena Aschauer (17.), Laura Feiersinger (45.) und Jovana Damnjanovic in der Nachspielzeit nach einem Sololauf im Anschluss einer Wolfsburger Ecke die mögliche Sander Führung. Zu Beginn der zweiten Halbzeit machte Wolfsburg mehr Druck, fand aber keine Lücke in der gut eingestellten Sander Defensive. So musste eine Standardsituation zum ersten Tor des Spiels verhelfen. Caroline Hansen zog einen Eckball mitten in den Sander Strafraum. Carina Schlüter zögerte einen Moment mit dem Herauslaufen und Pernille Harder köpfte das Leder vor Sands Torfrau zum 1:0 in die Maschen (65.). Ein Ballverlust im linken Mittelfeld in der Vorwärtsbewegung führte zum zweiten VfL-Treffer. Der Ball kam über Sara Björk Gunnarsdottir zu Alexandra Popp, die von der Torauslinie in den Strafraum flankte und wieder war Pernille Harder mit dem Kopf zur Stelle und köpfte den Ball direkt neben den Pfosten zum 2:0 ein (75.). Zwei Minuten überschlugen sich die Ereignisse. Nach einem vermeintlichen Foul an Laura Feiersinger erhielt Popp zuerst die gelbe Karte, zeigte der gut leitenden Schiedsrichterin Ines Appelmann anschließend den Vogel und musste mit Rot vom Platz. Den Freistoß zirkelte Laura Vetterlein in den Wolfsburger Strafraum, die Abwehr klärte zu kurz und Cecilie Sandvej köpfte aus 30 Metern das Leder wieder in Richtung Fünfmeterraum. Dort bediente Nina Burger Mittelstürmerin Jovana Damnjanovic, die freistehend den Pfosten traf und vom Rücken der VfL-Torfrau Almuth Schult senkte sich der Ball ins Wolfsburger Tor zum 1:2 (78.). Sand mobilisierte nochmals die letzten Kräfte und Wolfsburg verzögerte in der Sander Hälfte an der Eckfahne immer wieder das Spiel. Nach einer gelb-roten Karte für Gunnarsdottir hatte Sand In der sechsten Minute der Nachspielzeit nach einem langen Ball von Vetterlein und Kopfballweiterleitung von Damnjanovic durch Jana Vojtekova und dem Nachschuss von Dominika Skorvankova noch zwei Chancen zum Ausgleich, den Almuth Schult verhinderte. Unter einem gellenden Pfeifkonzert – auch der neutralen Zuschauer – ging der Schlusspfiff fast unter. „Unsere Leistung in der ersten Halbzeit stimmte und in der zweiten Hälfte sind wir für acht Minuten andauernden einen Schwächeanfall bestraft worden“, sagte Sands Trainer Richard Dura. Sein Kollege Ralf Kellermann, der sich nach dem neunten Titelgewinn auf den Posten des sportlichen Leiters zurückzieht, bescheinigte Sand eine tolle Leistung. Während der Ortenauer Erstligist am Sonntag bei der Rückkehr in Sand trotz Niederlage gefeiert wurde, musste der Pokalsieger aufgrund der sportlichen Situation auf eine Ehrung in der Heimatstadt verzichten.

SC Sand – VfL Wolfsburg 1:2 (0:0)

SC Sand: Schlüter;  Savin, Vetterlein, Caldwell, Sandvej, Feiersinger (83. Nikolic), Igwe (76. Skorvankova), van Bonn, Aschauer (71. Vojtekova), Damjanovic, Burger.

VfL Wolfsburg: Schult; Blässe, Fischer, Peter, Kerschowski (46. Maritz), Gunnarsdottir, Hansen, Popp, Harder, Wullaert (86. Van Egmond), Pajor (81. Bernauer).

Schiedsrichterin: Ines Appelmann (Alzey). 

Zuschauer: 17.016.

Tore: 0:1, 0:2 Harder (65./75.), 1:2 Damjanovic (78.).

Rot: Popp (77.).

Gelb-Rot: Gunnarsdottir (90.+3).

BU: Die Startelf des SC Sand beim obligatorischen Mannschaftsfoto.

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